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Kölner Zeichnung von 1929 Kriminalbiologe Benecke: Das ist die Weihnachtsbotschaft

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Cosma Shiva Hagen und Dr. Mark Benecke als Maria und Josef

Köln – Kommen Ihnen die beiden Personen auf dem ganzseitigen Bild auf der rechten Seite bekannt vor? Bestimmt. Es sind zwei prominente Gesichter unserer Zeit. Wie Dr. Mark Benecke (50), Kölner Kriminalbiologe, und die Schauspielerin Cosma Shiva Hagen (39) zum „Paar“ wurden und welche biblische Geschichte dahintersteckt – das ist die spannende und auch bezaubernde Story des diesjährigen EXPRESS-Weihnachtsbildes .

Im Mittelpunkt steht dabei ein Maler, der mit seinen Werken Kölner Kunstgeschichte schrieb: Peter Hecker (1884-1971) war ein gesellschaftskritischer Meister sakraler Wandgemälde, in zahlreichen Kirchen der Region fanden sich seine Bilder.

Vieles wurde im Krieg zerstört. Manches ist aber heute noch zu bestaunen, etwa unter der Orgelempore im Kölner Dom: als Reverenz an seinen Auftraggeber malte Hecker hier den Erzbischof Joseph Kardinal Frings - und zwar Geige spielend. Das gefiel nicht jedem!

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Cosma Shiva Hagen und Dr. Mark Benecke als Maria und Josef

Eines von Heckers einfühlsamen Werken stammt aus dem Jahr 1929. Zur Weihnachtszeit jenes Jahres zeichnete er Maria und den sie umarmenden Josef inmitten einer Großstadtszenerie – suchend, mit verloren wirkenden Blicken, inmitten von hastenden, mit sich selbst beschäftigten Menschen. Könnte jemand Maria, die ein Kind unter ihrem Herzen trägt, und ihrem Mann eine Herberge anbieten? Es sieht nicht danach aus.

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Schauspielerin Cosma Shiva Hagen gestikuliert bei einem Pressetermin der Comödie Dresden zur deutschen Erstaufführung von „Sternstunden“.

Der Kölner Künstler Cornel Wachter war schon als junger Mann fasziniert von der Zeichnung und ihrer „zeitlosen Fragestellung“, wie er erklärt. Er hat das Werk mit dem Grafikdesigner Timo Belger umgewidmet und konnte dazu Mark Benecke und Cosma Shiva Hagen gewinnen – in Wachters Collage blickt sie als Maria Josef nun fragend an, der wiederum schaut dem Betrachter konfrontativ ins Gesicht. Wachter: „Josef sieht uns an und sagt: Und - was ist mit Euch?“

Hat Gott überhaupt noch einen Platz in dieser Welt?

Pfarrer Frank Raschke aus Bad Münstereifel, der das Bild in seiner evangelischen Gemeinde gehängt hat, spannt den Bogen bis in die aktuellen Nöte und Gefahren unserer Zeit: „Hat Jesus Christus, hat Gott überhaupt noch einen Platz in dieser Welt? Fast hundert Jahre nach der Entstehung der Zeichnung fragen wir uns erneut, bedingt durch die Corona-Pandemie: haben Christus und sein Geburtsfest Platz bei uns? Oder verweigern wir ihm zudem noch durch Kaufrausch, Egoismus, übermäßigen Medienkonsum sowie Stress und Hektik die Herberge in unseren Herzen?“

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