Pascha-Gründer Kölns Bordell-König weiter im Knast – dabei könnte er längst frei sein

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Bordell-König Hermann Müller vor dem „Pascha“ in der Hornstraße in Neuehrenfeld.

Köln – Es ist ein Justiz-Hickhack, der sich um „Pascha“-Gründer Hermann Müller gerade abspielt – sein Bruder spricht gar von einem Skandal.

Denn der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Bordell-Chef, könnte eigentlich wieder auf freiem Fuß sein – ist er aber nicht...

EXPRESS hatte berichtet, dass der vom Landgericht Augsburg zu ursprünglich drei Jahren und neun Monaten verurteilte Bordell-König Hermann Müller auf seine Freilassung hoffen darf. Denn inzwischen hat das zuständige Finanzgericht München die „Aussetzung der Vollziehung ohne Sicherheitsleitung“ gewährt.

Erneute Beschwerden der Anwälte

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Doch dieser Beschluss von Anfang Juni wird bis jetzt nicht umgesetzt: Auch danach sitzt der 66-Jährige unverändert in der JVA Augsburg-Gablingen in Haft. Deswegen haben seine Anwälte nun erneut Beschwerden eingelegt.

Bruder spricht von Skandal

„Wie kann es sein, dass zwei Monate nach diesem Beschluss des Finanzgerichts mein Bruder weiter einsitzt?“, wittert Müllers Bruder Harald gar eine Verschwörung.

„Gibt es da Absprachen? Natürlich hat unsere erste Kanzlei in dem Verfahren eine katastrophale Verteidigung gemacht, aber nun ist der Beschluss da, und die Schuld meines Bruders wird in Zweifel gezogen. Es ist darum ein Skandal, dass er nicht umgesetzt wird.“

EXPRESS hakte beim Landesgericht nach, was die Gründe sind und der aktuelle Stand aus Sicht der Behörde ist. Die knappe Antwort: „Die Akten wurden dem Oberlandesgericht München zur Entscheidung über die Haftbeschwerde vorgelegt. Dessen Entscheidung bleibt abzuwarten.“

Hängepartie für Hermann Müller

Für den gebürtigen Franken, der in Köln eines der größten Laufhäuser Europas aufbaute, ist es längst eine Hängepartie geworden. Wie Freunde berichten, soll er krank und von der Haft schwer gezeichnet sein.

Am Tag nach seiner Verurteilung im September 2017 führten 250 Polizisten eine Razzia im Pascha durch. Bereits im Mai 2016 nach der Verhaftung Müllers hatten Steuerfahnder das Bordell durchsucht.

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