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Appell an alle Kölner Bekannter Verein betreut Schwerkranke und braucht jetzt Hilfe

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Mitarbeiterin Ayleen von der Aidshilfe Köln posiert auf einem Flyer für die Spendenaktion.

Köln – Dieser Kölner Verein hilft seit über 30 Jahren schwer kranken Menschen mit Rat und Tat. Jetzt benötigt die Kölner Aidshilfe selbst Unterstützung. Für den geplanten Umzug an den Heumarkt fehlt noch ein Batzen Geld. Für die gestartete Spendenkampagne bittet die ehemalige Kölnerin Bürgermeisterin, Elfi Scho-Antwerpers (68), die ehrenamtlich im Vorstand ist, die Bevölkerung, den Verein zu unterstützen.

  • Kölner Aidshilfe zieht an den Heumarkt
  • Verein hat schon über zwei Millionen Euro zusammen
  • Politikerin Elfi Scho-Antwerpes bittet um Unterstützung

Das Angebot der Kölner Aidshilfe, die es seit 1985 in Köln gibt, ist breit gefächert: HIV-Tests, Frauen- und Familienberatung, betreutes Wohnen für ältere Menschen mit Aids, Betreuung von queeren Flüchtlingen, um nur Einige zu nennen. Mit dem geplanten Umzug an die Pipinstraße am Heumarkt im Herbst soll ein großes Problem gelöst werden.

„Wir werden dann endlich eine komplett barrierefreie Einrichtung sein. An der Beethovenstraße können wir etwa keinen Aufzug einbauen“, erklärt Geschäftsführer Oliver Schubert (45). Der gelernte Sozialpädagoge hat den Posten in dem Verein mit 34 Angestellten und 280 Ehrenamtlern vor einem halben Jahr übernommen.

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Der Geschäftsführer der Aidshilfe Köln, Oliver Schubert (rechts), mit seinem Vorgänger Michael Schuhmacher, der 25 Jahre im Verein aktiv gewesen ist, am 10. November 2020 vor dem Gebäude an der Beethovensraße. 

Ein weiterer Vorteil für die Aidshilfe ist laut Schubert, dass der Verein die nächsten 20 Jahre die Räume für acht Euro pro Quadratmeter und damit deutlich unter dem üblichen Marktwert mieten kann.

Köln: Aidshilfe bittet um Spenden für geplanten Umzug an den Heumarkt

„Das haben wir der Kooperation mit der GAG zu verdanken, die sich sehr großzügig an dem Projekt beteiligt hat“, erklärt Schubert. Der Verein hat auch durch Förderungen etwa von der Stiftung Wohlfahrtspflege mit einer Millionen Euro oder 50.000 Euro von der Kölner Kämpgen Stiftung den Löwenanteil es Projekts schon geleistet.

Von den insgesamt 2,3 Millionen fehlen jetzt noch knapp 270.000 Euro. Mit der gestarteten Spendenkampagne wurden schon zehn Prozent davon gesammelt.

So können Sie die Aidshilfe Köln unterstützen

Wer dem Verein fianziell helfen möchte kann das mit einer Überweisung auf das folgende Bankkonto tun. Auf der Internetseite des Vereins www.aidshilfe-koeln.de/umzug/ gibt es auch die Möglichkeit über Paypal.

Spendenkonto Aidshilfe Köln:
IBAN: DE51 3702 0500 0007 0160 00
BIC: BFSWDE33XXX

Laut Schubert sind es mehrere kleine Posten etwa für Einrichtung und Infrastruktur wie ein neuer Server oder eine neue Telefonanlage, die sich aber in der Summe häufen. So zählt also jeder Euro. Zudem habe der Verein aufgrund der Corona-Pandemie ein Defizit von 100.000 Euro aus dem letzten Jahr. Auch die eingeplante Förderung durch das Kosmetikunternehmen MAC aus den USA mit 80.000 Euro ist laut Schubert dieses Jahr ausgeblieben.

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Diese Visualisierung zeigt, wie es nach dem Umzug der Aidshilfe an den Heumarkt mal aussehen soll. Die Grafik zeigt die Räume in der 4. Etage.

Der Verein sucht gerade neue Sponsoren und hofft auf die Unterstützung aus der Kölner Stadtgesellschaft. Die ehemalige Kölner Bürgermeisterin und SPD-Ratsmitglied Elfi Scho-Antwerpes, die Vorsitzende der Kölner Aidshilfe Köln ist, appelliert an alle, den Verein zu unterstützen.

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Die ehemlaige Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, hier be einem Termin in Porz im August 2020, ist im Vorstand der Aidshilfe Köln.

Auf Anfrage des EXPRESS sagt sie: „Mein langjähriges Engagement als Ehrenamtlerin im Vorstand wird durch die hervorragende Arbeit, die der Verein leistet, motiviert. Die Präventionsarbeit ist sehr wichtig für Köln, um neue Ansteckungen mit HIV zu vermeiden. Der Verein ist seit vielen Jahren in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Ich engagiere mich sehr gerne dafür und wir sind sehr froh darüber, dass wir endlich barrierefrei werden. Aber so ein Umzug kostet Geld. Dafür brauchen wir die Unterstützung der Kölner Stadtgesellschaft. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Menschen uns, egal ob klein oder groß, unterstützen.“

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