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Jecken-Gipfel Jetzt steht es fest: Karneval in Köln fast komplett abgesagt

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Jecken jubeln um 11:11 Uhr am 11.11.2018 auf dem Heumarkt beim Auftakt der Karnevalssession. So wird es aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 nicht in der Domstadt aussehen.

Köln – Wenige Stunden vor dem Karnevals-Gipfel in der Staatskanzlei in Düsseldorf ist die wohl wichtigste Forderung der Jecken bereits durchgesickert: Der komplette Straßen- und Sitzungskarneval soll abgesagt werden.

Das wollen die Chefs der Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen beim Treffen mit Vertretern der Landesregierung am Freitagnachmittag (18. September) erreichen.

Bei der Pressekonferenz in Düsseldorf am Freitagabend bestätigen Nathanael Liminski (CDU) Staatssekretär und der Präsident des Kölner Festkomitees Christoph Kuckelkorn die bereits durchgesickerten Infos zur Karnevals-Absage in NRW.

Christoph Kuckelkorn verkündet Absage des Sitzungskarnevals

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Die vier Karnevals-Komitees der Städte Düsseldorf, Köln, Bonn und Aachen verständigten sich  bei einem Karnevals-Gipfel mit der Landesregierung auf eine weitgehende Reduzierung der Brauchtumsveranstaltungen in diesem Winter.

So werden keine großen Umzüge stattfinden können. Auch Karnevalsbälle oder das Feiern auf der Straße werden aufgrund der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen nicht möglich sein. Lediglich sogenannte „karnevalistische Kulturveranstaltungen" sollen unter strengen Auflagen stattfinden können.

Karnevalsfeiern trotz Corona? Landesregierung appelliert an Jecken

 Die NRW-Landesregierung schwört die Jecken im Land auch im Straßenkarneval auf zahlreiche Einschränkungen ein. „Fahrt an den tollen Tagen nicht in die Karnevalshochburgen“, appellierte der Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski.

Es müsse verhindert werden, dass der Karneval zu einem Infektionsherd werde. Man müsse jedem sagen: „Das ist nicht der Karneval, den er in früheren Jahren so erlebt hat.“

Kein Straßenkarneval in Köln, Bonn, Aachen und Düsseldorf  

Die Präsidenten, darunter Kölns Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn, wollten im Vorfeld, dass die Verbote von der Landesregierung ausgesprochen werden. So erhoffen sich die Jecken Rechtssicherheit für alle Karnevalsvereine und Gesellschaften in NRW.

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Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn hat es nicht einfach: Er ist Vorbildfigur und muss den Kölner Karneval durch eine schwere Krise lenken. (Archivfoto Januar 2020)

Zudem sprechen sich die Präsidenten für ein Alkohol- und Verweilverbot in den Innenstädten aus, wie zu erfahren war. Zu groß ist die Sorgen bei den Jecken-Chefs am Rhein, dass das Karnevalsgeschehen ausufern könne. 

Ob die Landesregierung den Plänen zustimmt, gilt jedoch als nicht sicher: Vor allem Verweil- oder Alkoholverbote für begrenzte Areale in Städten durchzusetzen, ist rechtlich schwierig. Gleichwohl: Am Brüsseler Platz in Köln wurde so entschieden.

Unter Corona-Bedingungen seien Scholl-und Veedelszöch sowie die Züge in den Stadtteilen weder organisierbar noch finanzierbar, heißt es vom Festkomitee Kölner Karneval.

Schon im Vorfeld hatten Städte wie Leverkusen sämtliche Umzüge abgesagt. Auch Kölner Veedelsumzüge in Ehrenfeld, Zollstock und in der Südstadt finden nicht statt.

Karneval in Corona-Zeiten: Jecken befürchten Imageverlust 

Nach EXPRESS-Informationen befürchten Kuckelkorn und Co. einen erheblichen Imageverlust: Die Bilder, die von einem Massenfest mit Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnungen um die Welt gehen könnten, wären weitaus schlimmer, als eine Session auf das Millionen-Geschäft Karneval zu verzichten.

Festkomitee Kölner Karneval: Keine Generalabsage

Von einer Generalabsage jedoch wollen zumindest die Kölner Jecken nichts wissen, wie zu erfahren war. Man könne den Karneval nicht einfach verbieten, heißt es beim Festkomitee. So seien kleinere Veranstaltungen mit Bestuhlungen und Abständen denkbar.

Auch soll es ein Dreigstirn geben. Über mögliche Szenarien für eine Proklamation hatte EXPRESS bereits berichtet. Ebenso für einen „Rosenmontagszug“ ohne Zoch: Überlegt wird unter anderem, zumindest die Persiflagewagen an einzelnen Orten in der Stadt aufzustellen.

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