„Macht keinen Sinn“ Jan Böhmermann motzt über Kölner Riesenproblem und bekommt Beifall

Jan Böhmermann

Der Satitiker und TV-Star Jan Böhmermann, aufgenommen 2016 im Studio der „Neo Magazin Royale“-Sendung.

Köln – „Ich will Spaß, ich geb Gas ...“ Der 80er-Jahre Kult-Hit von Markus wird in Köln schon lange nicht mehr gesungen, eher Herbet Grönemeyers „Mambo“:  „Ich drehe schon seit Stunden, hier so meine Runden. Es trommeln die Motoren, es dröhnt in meinen Ohren. Ich finde keinen Parkplatz, ich komm' zu spät zu dir, mein Schatz...“

Jan Böhmermann zum Verkehr in Köln: „Autos, überall. Es macht absolut keinen Sinn“

Köln und der Verkehr: Jetzt hat sich auch Satiriker und TV-Star Jan Böhmermann zu Wort gemeldet. So schimpfte der Wahl-Kölner über die „Autohölle Köln“. „Die Stadt hat sich komplett einem Verkehrskonzept von vor fünfzig Jahren unterworfen. Autos, Autos, Autos, überall. Es macht absolut keinen Sinn“, schrieb Böhmermann am Sonntag auf Twitter.

Was er da noch nicht wusste: Die Kölner Grünen gingen bei der Stadtratswahl als stärkste Partei hervor. Eines ihrer zentralen Themen ist die Verkehrswende, inklusive autofreien Innenstädten. Heißt: Von dem veralteten städtebaulichen Leitbild der „autogerechten Stadt“ wird sich Köln vermutlich noch mehr als ohnehin schon verabschieden.

Das Echo auf den Böhmermann-Tweet war riesig: Die große Mehrheit stimmt ihm zu, auch Vorschläge werden unterbreitet. Zum Beispiel: „Erste Maßnahme: Nord-Süd-Fahrt sperren und rückbauen. Diese Schneise muss weg. Erst dann kann man von einer wirklichen Verkehrswende in Köln sprechen.“ 

Twitter-Nutzer: Köln wurde zweimal zerstört: von Bomben und von Architekten

Köln sei zweimal zerstört worden, schreibt ein anderer: „Von Bomben und von Architekten.“ Und gleich mehrere empfehlen Böhmermann einen Besuch in Stuttgart: In der Schwaben-Metropole sei es noch schlimmer. Da habe man das Kölner Verkehrskonzept perfektioniert ... (jan)

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