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Irrer Prozess in Köln: Es geht um 108 Sex-Gutscheine – und einen Rinderkopf

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Diesen betexteten Rinderschädel legte der Mann seiner Ex vor die Haustür.

Foto:

Hendrik Pusch

Köln -

Es war ein schockierender Moment: Eine Frau öffnet die Tür ihrer Wohnung, und sieht einen Tierschädel auf dem Boden. Der Kopf eines Rindes, darauf die Aufschrift: „Das sind die letzten Hörner, die du mir aufgesetzt hast.“ Ein bizarrer Vorgang, der am Mittwoch zu einem Stalking-Prozess vor dem Kölner Amtsgericht Köln führte.

Angeblich nur eine Kunstaktion

Slbstbewusst betrat Zakarias Gajdacs (65), ein Mann mit Indianer-Zöpfen und Cowboyhut, Saal 122 des Amtsgerichts. Er war es, der seiner Ex-Freundin (58) den Rinderschädel vor die Tür gelegt hat.

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Der Kölner Aktionskünstler Zakarias Gajdacs (65) nach dem bizarren Stalking-Prozess vor dem Kölner Amtsgericht. 

Foto:

Hendrik Pusch

„Das war doch nur eine Kunstaktion“, so der selbsternannte Aktionskünstler aus Kalk mit völliger Unschuldsmiene.

Kontaktverbot nach Polizeieinsatz

Die Porzerin hatte nach der Aktion mit dem Rinderkopf die Polizei gerufen, dann eine einstweilige Verfügung erwirkt. Demnach darf sich Gajdacs seiner ehemaligen Muse nicht mehr nähern.

Das reichte der Dame nicht. Im aktuellen Prozess wollte sie erreichen, dass er auch ihr Umfeld nicht mehr kontaktieren darf und zusichert, frivole Fotos von ihr, die während der Liebesbeziehung entstanden, nicht zu veröffentlichen.

Richterin schlackerten die Ohren

Doch es scheint eine seltsame Beziehung gewesen zu sein, die der Künstler mit der Frau pflegte, die ihm nun im Gerichtssaal gegenüber saß.

In seinem Schnellhefter etwa befand sich ein Vertrag, der ihm 108 „Sex-Gutscheine“ zusichert. Damit sollte die Frau ihre Schulden abstottern.

Der Richterin schlackerten die Ohren, als der 65-Jährige davon erzählte. Diese Tatsachen waren ihr nicht bekannt.

Jetzt sollen sie sich gegenseitig nicht kontaktieren

Die Richterin schlug daraufhin einen Vergleich vor: Beide Parteien sollen sich nicht mehr gegenseitig kontaktieren.

Wer dagegen verstößt, zahlt bis zu 250.000 Euro oder muss ins Gefängnis. Dem stimmten die beiden letztlich zu.