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Irrer Blick über RTL: Kölns neuestes Hochhaus putzt sich mit „fünfter Fassade“ raus

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Direkt hinter RTL steht das Hochhaus und bietet einen spektakulären Blick über Köln.

Foto:

Peter Rakoczy

Köln -

Hinter RTL wächst auf der Schäl Sick ein neuer Gigant in die Höhe: Das Büro-Hochhaus der Zurich-Versicherung soll Ende des Jahres bezugsfertig sein und spektakuläres Wahrzeichen der neuen „MesseCity“ werden. EXPRESS zeigt den ersten Panoramablick aus 60 Metern Höhe über Köln. Auch im Video:

MesseCity kostet 750 Millionen Euro

Was für ein Mega-Projekt zwischen Kölnmesse und Deutzer Bahnhof: sechs mächtige Gebäude, 1000 Tiefgaragenplätze, 135 000 Quadratmeter Geschossfläche, 750 Millionen Euro Investment. 2011 erhielt die Strabag den Zuschlag, es folgten jahrelange Planungen, 2016 ging der Großbau los. 2024 soll das gesamte Areal für rund 6000 Menschen - Arbeitsplätze und Gäste für Hotels und Gastronomie - fertig sein. Also: 13 Jahre Projektlaufzeit für MesseCity-Geschäftsführer und Strabag-Projektentwickler Volker Comelli.

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Projektleiter Volker Comelli vor den Bürobauten der Zurich-Versicherung, im Hintergrund das Hochhaus.

Foto:

Peter Rakoczy

MesseCity wird verklinkert

Der 50-Jährige verrät zwei spannende Neuigkeiten über Kölns modernstes Büroareal: Die MesseCity wird zum „Klinker-Veedel“. Kein Skyline-Glitzern und kein Funkeln a lá New York, auch keine weiteren gläsernen Wolkenkratzer wie nebenan beim „Köln Triangle“ oder Lanxess-Hochhaus. Aus städtebaulicher Rücksicht auf die rot-braunen, historischen Fassaden von RTL und Kölnmesse wird auch MesseCity in ein steinernes Kleid gehüllt.

MesseCity und die „fünfte Fassade“

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Blick auf die Bürobauten nahe Bahnhof Köln Messe/Deutz, deren Dächer mit  Gittern versehen werden, um auch von oben eine schöne Ansicht zu bieten.

Foto:

Peter Rakoczy

Und: Erstmals wird das komplette Gebäude-Ensemble eine „fünfte Fassade“ (neben den berühmten vier Wänden) bekommen. Heißt: Über den Dächern schweben gitterähnliche Stahlkonstruktionen. Sie sollen – Stichwort Vogelperspektive – das Durcheinander diverser technischer Aufbauten verdecken und somit auch für Betrachter von anderen Hochhäusern oder Google Earth ein schöneres optisches Gesamtbild abgeben. „Es ist Wille der Stadtplanung, dass den Dachaufsichten mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird“, so Comelli. „Wir nennen das im Fachjargon die fünfte Fassade.“

MesseCity: Blick in die Büroetagen

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Blick in die Großraumbüros, in der Mitte Glaskästen für vertrauliche Gespräche.

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Peter Rakoczy

Auch der Innenausbau in den 15 Etagen schreitet zügig voran: Schick sehen die künftigen Großraumbüros aus, in schwarze Rahmen eingefasste Glaskästen in den Raummitten oder nahe den Gängen sollen Besprechungen dienen. „Wert wurde auf offene, übersichtliche Büroflächen gelegt“, so Comelli. „Mit viel Licht und einer angenehmen Atmosphäre.“ Komfortabel: Alle drei Zurich-Bürobauten sind mit gläsernen Übergängen verbunden. Wenn sich Kollegen aus verschiedenen Häusern zu einem Meeting treffen, muss niemand über das Außengelände laufen. Ein Vorteil, wenn es regnet oder schneit.

Das neue Veedel MesseCity

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Animation: So soll MesseCity künftig aussehen.

Foto:

KSP Architekten

Bis zu 400 Bauarbeiter sind derzeit vor Ort, ab nächstem Jahr wird das Areal nach und nach fertig. Auch ein großes, italienisches Restaurant mit einer weitläufigen Terrasse ist in Planung. Die Außengastronomie soll dann neben Büroangestellten, Messegästen und Hotelbesuchern auch Publikum aus ganz Köln anlocken: „Durch die Lage auf der Südseite wird es viel Sonne geben und einen schönen Blick auf den Dom“, verspricht Comelli.