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„Neue Arten von Müll wegen Corona“ Größte Sammel-Aktion erwartet 20.000 Teilnehmer

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Silke Sinesi (Stadt Köln), Jan Odenthal und Christian Stock (beide Krake), Petra Rottmann (Deutsche Postcode Lotterie) und Initiator Joachim Umbach (v.l.)

Köln/Rheinland – Von der Quelle bis zur Mündung wollen Zehntausende das Rheinufer von Müll und Unrat befreien. Die größten Gruppen werden in Köln und Düsseldorf erwartet. Am 12. September ist es soweit. Dann findet der „Rhein clean up“ zum dritten Mal statt. Wer mag, kann auch spontan mitmachen.

Initiator Joachim Umbach freut sich auf die große Resonanz von 20.000 Teilnehmern, die letztes Jahr 170 Tonnen Müll gesammelt hatten. „Mit dieser Größenordnung rechnen wir auch dieses Jahr. Bislang haben sich 170 Gruppen angemeldet“, so Umbach.

Erstmals machen Gruppen an der Ruhr und an der Mosel dieses Jahr auch mit – überall sollen die allgemeinen Corona-Regeln gelten.

Alles zum Thema AWB

Rhein clean up in Köln: Treffpunkte in Riehl und in Deutz

In Köln ist Christian Stock mit dem Verein „Kölner Rhein Aufräum Kommando Einheit (KRAKE) neben vielen anderen Gruppen mit am Start. Treffpunkte in Köln sind am 12. September um 10.30 Uhr in Riehl unter der Mülheimer Brücke und um 15 Uhr am Rheinufer vor dem Tanzbrunnen in Deutz.

In Köln wird der Müll von den städtischen Abfallwirtschaftsbetrieben (AWB) nach der Aktion eingesammelt und fachgerecht entsorgt. „Ohne die AWB würden wir ziemlich dumm dastehen“, sagt KRAKE-Gründer und Ehrenamtspreisträger Christian Stock, der mit seinem Verein mehrere Aktionen pro Monat veranstaltet.

Müll vom Rheinufer im Transporter

Einer der Transporter mit dem Müll vom Rheinufer von der Aktion 2019.

Mit „dem größten Event für Freiwillige“ wollen die Veranstalter die Menschen sensibilisieren, ihren Müll nicht liegen zu lassen. Silke Sinesi von der Stadt Köln sagt: „Litering, also Müll fallen lassen, ist eines der größten Probleme. Da muss eine Umerziehung bei den Menschen stattfinden.“

KRAKE-Gründer Christian Stock: „Köln ist für mich die schmutzigste Großstadt Deutschlands“

Christian Stock, der als Schauspieler arbeitet, ergänzt: „Leider wird bei den meisten nicht über die Folgen des Handelns nachgedacht. Als Künstler komme ich viel rum und mein Eindruck ist, dass Köln leider die schmutzigste Großstadt Deutschland ist. Das ist schwer begreifbar, wo die Kölner ihre Stadt ja sehr lieben.“

Joachim Umbach, Initiator der Aktion, die von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert wird, erwartet dieses Jahr neue Arten von Müll, der auf dem Boden gelandet ist.

Er sagt: „Coronabedingt gibt es viel mehr Verpackungsmüll, etwa durch Speisen, die außer Haus verkauft werden müssen. Zudem werfen leider viele Menschen Masken und Handschuhe auf den Boden. Wir sind gespannt, was uns erwartet.“

Dass der Termin einen Tag vor den Kommunalwahlen stattfindet, sei Zufall, sagt Joachim Umbach. „Unter den angemeldeten Gruppen sind aber auch zehn politische dabei, alle aus dem demokratischen Spektrum.“

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