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Flughafen Köln/Bonn: Mit Ansage: Ryanair zieht sich von wichtiger Flugroute zurück

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Eine Boeing 737-800 von Ryanair am Airport Köln/Bonn.

Foto:

dpa

KÖLN -

Die Flugverbindung von Köln-Bonn nach Berlin Tegel gilt in der Luftfahrt auch als „Rennstrecke“ – einer der am meisten frequentierten Routen. Seit Juni 2018 kämpften mit Eurowings, easyJet und Ryanair gleich drei Airlines um die Gunst der Passagiere. Bis zu 27 Mal pro Tag und mehr als 160 Mal pro Woche ging es aus der Dom- in die Hauptstadt. Doch jetzt hat sich ein Anbieter verabschiedet.

Lesen Sie hier, welche Bauprojekte der Airport Köln-Bonn plant

Ryanair hatte im August erklärt, mit dem Winterflugplan seine letzte innerdeutsche Strecke einzustellen und damit auch auf die „Punkt-zu-Punkt-Verbindung“ nach Berlin-Schönefeld zu verzichten. Am Freitag (25.10.19) war’s dann soweit. Planmäßig um 20.05 Uhr hob die Boeing 737-800 mit der Flugnummer FR188 vom Airport Köln-Bonn (CGN) ab Richtung Berlin-Schönefeld (SXF).

Inlandsflug von Köln-Bonn nach Berlin-Schönefeld: Ryanair-Rückzug nicht unerwartet

Völlig unerwartet war der Rückzug nicht, da der irische Billigflieger die Frequenz schon zuvor von fünf Mal täglich auf maximal zwei Flüge an Wochentagen (Flugnummern FR184 und FR188) zusammengestrichen hatte. Der Hype um die als „Beamten-Shuttle“ bekannte Route zwischen den Regierungssitzen scheint sich ohnehin ein wenig gelegt zu haben. Die Luft ist ein wenig raus ...

Flughafen Köln-Bonn: Bis August 2019 flogen weniger nach Berlin

Beim Jahresvergleich der beim Bundesamt für Statistik erfassten durchschnittlichen Passagierzahlen für die Strecke von CGN nach Berlin (SXF und TXL) sowie Retour ergibt sich sogar ein Rückgang. Vom Airport Köln-Bonn flogen 2019 bislang durchschnittlich 61.759 Personen (-1226 zu 2018, Auswertung bis 01-08/19) pro Monat in die Hauptstadt, den umgekehrten Weg traten 61.166 (-468) an.

Flugangebot nach Berlin um 33 Prozent geschrumpft

Ausreichend Angebot nach Berlin zu fliegen, gibt es jedoch nach wie vor. Sechs Mal an Wochentagen fliegt easyJet, doppelt so häufig Platzhirsch Eurowings (zwölf Mal). Dennoch innerhalb von 16 Monaten ein Rückgang des Angebotes um 33 Prozent. Schon jetzt ist klar, dass die Verknappung zu einer höheren Auslastung der Flieger geführt hat, derzeit liegt sie oberhalb von 70 Prozent.

Und wie haben sich die Preise nach den Klima-Diskussionen um Inlandsflüge und Flugscham entwickelt? Im Mai 2018 hatte EXPRESS zuletzt einen Überblick gegeben, damals kostete eine kurzfristige Reise „One-Way“ teilweise sogar bis zu 359,99 € (SMART-Tarif bei Eurowings).

EXPRESS macht den Preistest: Deutsche Bahn in der Regel günstiger

Diesmal gab es beim Stichtag (22.10.) für den Samstag (26.10.) noch mehrere attraktive Angebote ab 49,99 € (Eurowings*) bzw. 63 € (easyJet). Die teuersten Tickets in der Eurowings-BIZclass kosteten 159,99 €. Die Deutsche Bahn* ist – wenn die Fahrtzeit egal ist – mit Preisen ab 29,90 € für ein Ticket in der 2. Klasse im Vergleich zum Flieger günstiger, wenn es die schnellste Verbindung sein soll mit ab 89,90 € und in der Regel mit eher 119 € teurer.

Flüge am 22. November gab es zum Stichtag (22.10.) in der günstigsten Buchungsklasse zwischen 30 € und 70 €, lediglich drei Verbindungen am Nachmittag kosteten mehr, aber maximal 99,99 €. Die Bahnpreise begannen bei 59,90 €.

* Hier zu den Flügen bei Eurowings ->

Interaktive Karte: Welche Flugziele gab es in Köln-Bonn seit 2007?

Noch weiter in der Zukunft liegende Flüge waren sogar noch preiswerter. easyJet lockt Kunden teilweise für Reisen ab 17,87 €. In der Regel sind die 19,90 € für einen ICE-Trip (4:17 h) von Köln Hbf mit der Deutschen Bahn nach Berlin aber auch von den Billigfliegern nicht zu unterbieten.

* Hier zum Sparpreis-Finder der Bahn ->


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