„Für mich seid ihr ...“ Wie bitte? Felix Lobrecht mit fiesem Köln-Spruch im E-Werk

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Comedian Felix Lobrecht

Köln – Er surft gerade auf der absoluten Erfolgswelle: Comedian Felix Lobrecht (30) hat nicht nur den erfolgreichsten Podcast Deutschlands, sondern auch seine Tour „Hype“ ist regelmäßig ausverkauft.

Am Montagabend machte der Berliner Halt im Kölner E-Werk und spielte den ersten von zwei Abenden vor ausverkauften Publikum.

Sexistische Sprüche und solche, die unter die Gürtellinie gehen – Felix Lobrecht feuerte anderthalb Stunden einen unangebrachten Gag nach dem anderen raus. Doch die sind bei Lobrecht absolut angebracht und kommen bestens beim jungen Publikum an.

Felix Lobrecht im Kölner E-Werk: Berlin-Prollo ist herrlich auf dem Boden geblieben

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Denn wer kann dem Berlin-Prollo, mit seinem Pseudo-Machogehabe und dem charmanten Lächeln schon widerstehen? Trotz seiner steilen Karriere ist der 30-Jährige, der sich selbst noch nicht ganz als erwachsen sieht, so herrlich auf dem Boden geblieben und spielt immer wieder ironisch auf seinen Erfolg an.

So begrüßte er das Kölner Publikum mit den Worten: „Köln, schön dass ihr gekommen seid. Ich bin immer noch ein bisschen krank, aber keine Angst, das Geld macht's erträglich.“ Dass ein Gast im Publikum sich über seine Rolex-Uhr beschwert hat, die ihn geblendet habe, sieht er schlichtweg als „Luxusproblem“.

Auf die Frage, was er unbedingt über Köln wissen müsse, bekam er die Antwort aus dem Publikum, dass Düsseldorf schöner sei. Doch auf den Rhein-Konflikt wollte der Berliner erst gar nicht eingehen und meinte: „Hört mir mit diesem Köln-Düsseldorf-Ding auf. Für mich seid ihr alle Neuss.“ – und war sich nicht so ganz sicher, ob es Neuss überhaupt gibt.

Felix Lobrecht hat erfolgreichsten Podcast Deutschlands

Lobrecht wurde zwar in Münster geboren, wuchs aber mit seinen zwei jüngeren Geschwistern bei seinem alleinerziehenden Vater in Berlin-Neukölln auf. Seine Mutter starb, als er fünf Jahre alt war. 

Er flog wegen seines auffälligen Verhaltens vom Gymnasium, machte dann aber den Realschulabschluss und holte seine Fachhochschulreife nach. Später studierte er – „das wissen die wenigsten“ – Politikwissenschaften in Marburg. 

Bekannt wurde Lobrecht dann 2015 durch Poetry-Slams und bekam 2018 sogar den Comedypreis als bester Newcomer. Seit 2017 nimmt er wöchentlich zusammen mit Tommi Schmitt den Podcast „Gemischtes Hack“ auf.

Felix Lobrecht bricht ein Tabu nach dem anderen im Kölner E-Werk

Mit seinen zahlreichen Tabubrüchen mit bester Berliner Schnauze kommt Lobrecht einfach an. So bezeichnet er Frauen als „Weiber“ oder „Bitches“ und schimpft ausgelassen über „Ausländer“ oder „Arschficker“ und fragt sich gleichzeitig, was man gegen Schwule haben könne. 

Weil die Zuschauer bei seinen hemmungslosen Witzen zunächst, vermutlich aus moralischen Gründen, nur verhalten lachten, beruhigte der 30-Jährige seine Zuschauer mit: „Es macht euch nicht zu schlechten Menschen. Ihr dürft ruhig über meine Witze lachen. Es sind ja nur Witze.“

Momentan genieße er den „Hype“ um sich, habe aber auch Angst, dass die Aufmerksamkeit um ihn irgendwann wieder abebbt, sagte er offen. Er habe endlich Geld und zum ersten Mal etwas, das etwas bedeutet. Er habe Angst, „sein Baby“ zu verlieren. 

Das machte der 30-Jährige vor allem in den letzten Minuten seiner Show deutlich und wurde dabei unerwartet ernst. „In unserer Zeit kann man am einen Tag noch Hallen füllen und alles läuft gut und am nächsten Tag stehst du vorm Rewe und bellst Leute an“, meinte Lobrecht mit seinem spitzbübischen Lächeln und verabschiedete sich mit einer ehrfürchtigen, langen Verbeugung.

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