Polizei kündigt Härte an Groß-Aufgebot: Explodiert die Lage, wenn der FC absteigt?

ZaunStadionKoeln

Das Rhein-Energie-Stadion ist vor dem Saisonfinale gegen den FC Schalke 04 aus Sicherheitsgründen eingezäunt worden.

Köln – Es könnte ein hitziger Samstag (22. Mai) werden in Köln! Weil neben dem drohenden Abstieg des 1. FC Köln und der Rivalität zum FC Schalke 04 auch einige Demos mit Explosions-Potenzial angemeldet sind, bereitet sich die Polizei entsprechend vor. Wie am Freitag (21. Mai) bekannt wurde, sollen unter anderem vier Hundertschaften die Sicherheit der Menschen gewährleisten.

  • Köln: FC-Finale und Demos am Samstag
  • Polizei bereitet sich intensiv vor
  • Vier Hundertschaften im Einsatz

Das Saison-Finale des FC wirft seine Schatten voraus: Eine Niederlage gegen den Absteiger FC Schalke 04 (Anstoß um 15.30 Uhr) würde bedeuten, dass die Geißböcke ihrerseits den Gang in Liga 2 antreten müssen. Und die Stimmung in der Stadt könnte sich dann entsprechend aufladen, auch aufgrund der Rivalität zu den Königsblauen.

1. FC Köln vor Abstieg? Polizei bereitet sich auf Emotionen vor

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Der leitende Polizeidirektor Michael Tiemann bereitet die Polizei-Teams auf alles vor, warnt aber vorab vor Randale. „Wir wissen, dass in der Kölner Fußballszene die Nerven blank liegen. Ich habe Verständnis für sportliche Emotionen am Saisonende. Die Polizistinnen und Polizisten werden genau hinschauen, um drohende Auseinandersetzungen früh zu erkennen und zu unterbinden.” 

Auch eine Missachtung von Corona-Abstandsregeln und eng zusammenstehende Fußballanhänger ohne Mund-Nasen-Bedeckung werde man nicht hinnehmen, so Tiemann weiter. „Was für die durch das Grundgesetz geschützten Versammlungen an diesem Tag gilt, muss auch für ein zugegebenermaßen hochemotionales Fußballspiel gelten.”

Von FC-Seite wollte sich Geschäftsführer Alexander Wehle nicht zum Sicherheitskonzept äußern. Horst Heldt hatte auf der Pressekonferenz lediglich gesagt, dass es eine "Sicherheitsbesprechung" gegeben habe. Zur Sicherheit wurde am Stadion in Müngersdorf ein Zaun aufgestellt.

Demo Deutzer Werft Polizei

Auch auf der Deutzer Werft wird die Polizei, hier ein Foto aus dem November 2020, im Einsatz sein.

Die Fan-Lager des 1. FC Köln und Schalke 04 verbindet eine traurige Historie: Im Januar 2014 hatten sich Schläger beider Lager eine brutale Straßenschlacht in der Nähe des Rudolfplatzes geliefert, bei der ein Schalke-Anhänger lebensgefährlich verletzt wurde. Im Stadion haben sich Fans mal mit Kot beworfen.

Köln: Demos zu Corona, Israel und der Türkei angemeldet

Doch nicht nur der Fußball erfordert die Aufmerksamkeit der Polizei, auch einige Demos in der Stadt, die für Samstag angemeldet sind – und durchaus Explosions-Potenzial beinhalten.

Den Auftakt macht ein Aufzug „Versammlungsgesetz NRW Stoppen – Grundrechte erhalten”. Bis zu 500 Teilnehmer linker Gruppierungen wollen ab 13 Uhr vom Heumarkt über den Neumarkt und die Ringe zum Friesenplatz ziehen und dort bis etwa 17 Uhr eine Abschlusskundgebung durchführen.

Polizei Köln: Vier Hundertschaften am Samstag in der Stadt

Um 13.15 Uhr startet auf der Deutzer Werft die bis 18 Uhr angemeldete Versammlung „Stoppt den Krieg in Kurdistan – Gedenken an die Gefallenen/Getöteten des Terrorstaats Türkei”.

Ein Aufzug „Solidarität mit Israel – Solidarität mit Juden in Deutschland” ist für die Zeit zwischen 15 Uhr und 17 Uhr mit Start auf dem Roncalliplatz angemeldet. Bis zu 300 Personen wollen quer durch die Stadt zur Abschlusskundgebung auf der Roonstraße ziehen.

Polizei kündigt Härte an: Wird es am Samstag in Köln hitzig?

Besonders die Demo zum Gaza-Konflikt und die zum Krieg in Kurdistan könnten für Konflikte sorgen. Deswegen hat sich die Polizei entschieden, mit vier Hundertschaften in der Stadt präsent zu sein.

„Es sind zeitgleich Menschengruppen mit möglicherweise sehr unterschiedlichen politischen Anschauungen zu den Versammlungsthemen in der Stadt. Die Polizei wird bei Störungen, Provokationen, antisemitischen Aktionen und jeder Form von Gewalt entschlossen einschreiten”, so Tiemann. (tw)

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