Kölner besucht Überlebenden Hanau-Killer ging Munition aus, darum hat er überlebt

mustafa_yeneroglu_piter_hanau_23_02_2020

Mustafa Yeneroglu (l.) mit Piter (Mitte)

Köln/Hanau – Der Kölner Jurist und ehemalige AKP-Politiker Mustafa Yeneroglu (44) ist vielen Deutschen aus TV-Diskussionen bekannt. Sein Themenfeld: das Leben vor allem der türkischen Community in Deutschland.

Nach dem Anschlag in Hanau besuchte Yeneroglu Opfer und Angehörige, um sein Beileid zu bekunden. Und er traf Piter (18) aus Kamerun.

Piter ist, wie Yeneroglu auf Facebook schildert, einer derjenigen, die mit ihrem Leben davonkamen.

Piter ist einer der Gäste aus dem zweiten Tatort. „Ich wäre als nächster dran gewesen“, schildert der junge Mann aus Hanau.

Anschlag in Hanau: Mörder ging Munition aus

Andere seien schon erschossen gewesen. Dem Mörder ging, so Piter, offenbar die Munition aus.

Dadurch habe er überlebt. Piter hatte sich mit anderen Gästen hinter eine Theke gelegt. Was dann genau geschah, geht aus dem Facebook-Post Yeneroglus nicht hervor.

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Jedoch die Geschichte, dass sich der junge Kameruner angesichts des dramatischen Ereignisses und seines eigenen Überlebens dem Islam zugewandt habe. Im Islam reicht das Aufsagen einer konkreten Glaubensformel zum Übertritt in die Religionsgemeinschaft.

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Yeneroglu kam im Alter von einem Jahr mit seiner Familie nach Köln, er ging hier zur Schule und studierte an der Kölner Uni Jura. Er ist Abgeordneter im türkischen Parlament, trat aber wegen Differenzen mit Staatspräsident und AKP-Chef Recep Tayyip Erdogan (Hier Lesen Sie mehr) vor kurzem aus der AKP aus.

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