Facebook-Ankündigung „Auszeit tut immer gut": Domstürmer zieht es ins Kloster

Micky-Nauber

Sänger Micky Nauber von den Domstürmern. Das Foto entstand bei einem Interview im November 2019.

Köln – „Wir gehen ins Kloster“. Als EXPRESS die Ankündigung der Domstürmer las, wollten wir es genauer wissen und riefen bei Frontmann Micky Nauber an. „Ihr geht bitte wohin?“

Köln: Domstürmer mit Kloster-Konzert

Dass sich daraus ein tiefgründiges Gespräch über Glaube, Gemeinde und Zusammenhalt entwickelt, trauen dem sonst so quirligen Sänger nicht alle Fans zu. Doch das Gegenteil ist der Fall.

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Immer mehr Menschen suchen Erholung und Ruhe im Kloster. Micky Nauber zieht es privat auch dorthin.

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„Natürlich gehen wir nur für ein Konzert ins Kloster“, wiegelt Nauber ganz zu Beginn ab. Am 10. Juli sind sie für ein Konzert im Kloster Marienthal im Westerwald zu Gast. „Aber ins Kloster würde ich tatsächlich gerne einmal gehen. Für eine Woche, und ich glaube, auch in ein Schweigekloster“, erzählt Nauber.

Köln: Domstümer-Sänger Nauber über Kirche und Glauben

Und wie steht es mit dem Glauben? Evangelisch getauft musste er als Kind damals mit den Eltern in die Kirche. „Damals hat man immer gesagt, ich soll ruhig sitzen bleiben. Das hat geprägt“, erinnert sich der Musiker. Aber ein Kirchgänger ist er deshalb trotzdem nie geworden. Aber er sagt: „Ich finde es gut, an etwas zu glauben."

Allerdings: „Ich habe Gemeinde als etwas Schönes kennengelernt. Dabei ist es mir aber auch egal, welche Konfession. Viel wichtiger ist doch, dass der Gemeinschaftssinn dabei eine Rolle spielt.“

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Szene aus dem EXPRESS-Zelt an Weiberfastnacht 2020.

Was auch nur eingefleischte Fans wissen: Einmal im Jahr spielen die Domstürmer auch in der Liebfrauenkirche ein Konzert. Für Nauber eine wunderschöne Erfahrung. „In einem Gotteshaus zu spielen, ist für uns etwas ganz anderes. Da ist mehr Raum für die leisen Töne. Was aber nicht heißt, dass es nicht stimmungsvoll ist.“

Köln: Domstürmer-Sänger mit Kritik an Kirche

Aber auch dann ist für den Sänger wichtig, „dass eben Menschen aller Konfessionen bei diesem Kirchenkonzert mit uns ein paar schöne Stunden erleben.“ Ganz gleich ob gläubig oder nicht: Die Kirche als Begegnungsstätte ist Nauber sehr ans Herz gewachsen.

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Was aber nicht heißt, dass er mit der Kirche nicht auch kritisch ins Gericht geht. „Es gibt viele Punkte, die mich stören. Man hat über viele Jahrhunderte den Menschen nichts Gutes getan, im Gegenteil. Ich finde es fürchterlich, wenn der Glaube zu Kriegen führt."

Wann Nauber privat seine Zelte in einem Kloster aufschlägt, weiß er noch nicht. Aber: „Das wird kommen. Denn eine Auszeit hat noch nie jemandem geschadet.“

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