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Debatte um Reform: Türkisch statt Englisch? Welche Sprachen Kölner Grundschüler lernen

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In Köln gibt es 141 Grundschulen. (Symbolfoto)

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picture alliance/dpa

Köln -

Welche Sprachen sollen Kölner Grundschüler lernen? Die Landesregierung NRW erwägt, Englisch als Pflichtfach in den ersten beiden Schuljahren abzuschaffen.

Der Landesintegrationsrat NRW fordert die Einführung von herkunftssprachlichem Unterricht, etwa Türkisch als Pflichtfach (hier mehr dazu lesen). EXPRESS macht den Faktencheck!

Diese Sprachen lernen Kölner Pänz

EXPRESS fragte bei der Bezirksregierung Köln nach: Welche Sprachen werden an Kölner Grundschulen unterrichtet? An den insgesamt 141 Kölner Grundschulen lernen die Kinder neben Deutsch und Englisch insgesamt 13 Sprachen.

Türkisch-Unterricht an 106 Grundschulen

Spitzenreiter dabei ist Türkisch. Diese Sprache wird an 106, also an drei Viertel aller Kölner Grundschulen unterrichtet. Darauf folgt Italienisch, das an 14 Schulen erteilt wird. Platz drei belegt Arabisch mit acht Standorten.

Weitere Sprachen sind Russisch (sechs Schulen), Spanisch (fünf), Kurdisch (vier), Portugiesisch (drei), Griechisch (zwei), Polnisch, Albanisch, Farsi, Bosnisch und Romanes (jeweils an einer Schule).

Wozu Unterricht in der zweiten Muttersprache?

Dirk Schneemann, Sprecher der Bezirksregierung Köln, erklärt: „Dieser Unterricht ist ein zusätzliches Angebot, das für die meisten Herkunftssprachen der Schülerinnen und Schüler mit internationaler Familiengeschichte angeboten wird. Er hat das Ziel, die Herkunftssprache zu festigen und die damit verbundene Landeskunde zu vertiefen.“

Können Eltern ihre Kinder vom Unterricht befreien?

„Der Besuch des herkunftssprachlichen Unterrichts ist freiwillig, jedoch ist die Teilnahme bei erfolgter Anmeldung verpflichtend. Die erzielte Leistungsnote der Schülerinnen und Schüler werden im Zeugnis vermerkt“, erklärt Schneemann.