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Keine Termine wegen Corona Kürzt das Jobcenter Köln jetzt das Hartz IV?

Arbeitsamt_Symbol

Kann das Jobcenter die Hartz-IV-Zahlungen kürzen, wenn aktuell keine Termine möglich sind? (Symbolbild)

Köln – Das Coronavirus führt zu Einschränkungen bei den Kölner Jobcentern. Hartz-IV-Empfänger sollen möglichst nicht in die Geschäftsstellen kommen. Viele fragen sich jetzt: Streicht das Jobcenter mein Geld, wenn ich nicht zu einem Termin gehe?

Corona: Kölner fürchten um ihr Hartz-IV-Geld

Viele Kölner bleiben auf Empfehlung der Behörden zu Hause und gehen nur vor die Tür, um das Nötigste zu besorgen. In Köln gibt es derzeit auch 110.732 Menschen, die von Hartz IV leben. Also von 432 Euro pro Monat.

Das Jobcenter hat angekündigt, dass es erst mal bis zum 19. April keine Nachteile für Hartz-IV-Empfänger geben wird, wenn sie nicht zu einem Termin kommen. Das war bisher so. Erschien ein Hartz-IV-Empfänger nicht zu einem Termin oder einer Maßnahme, wurde das Geld gekürzt (hier lesen Sie mehr).

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Jobcenter Köln: Keine persönlichen Vorsprachen möglich

Jobcenter-Sprecherin Katharina Staudt erklärt auf EXPRESS-Anfrage: „Es sind keine persönlichen Vorsprachen möglich. An wen sich Kundinnen und Kunden vor Ort in absoluten Notfällen (i.d.R. Bargeldauszahlungen) wenden können, ist auf einem Aushang in den Standorten ersichtlich.“

Die Sprecherin weiter: „Als Alternative zur persönlichen Vorsprache bitten wir unsere Kundinnen und Kunden, Unterlagen per Post, über unsere Hausbriefkästen oder online (www.jobcenter.digital) einzureichen.“

Jobcenter-Mitarbeiter würden Leistungsempfänger anrufen, um deren Anliegen zu klären. „Daraus ergeben sich keine Nachteile für unsere Kundinnen und Kunden, es werden also keine Sanktionen wegen versäumter Termine ausgesprochen“, so die Sprecherin.

Jobcenter Köln: Sanktionen bleiben bestehen

Bestehende Sanktionen werden allerdings nicht aufgehoben. Die Sprecherin erklärt: „Notwendige Anschaffungen sind generell aus dem Regelbedarf zu erwirtschaften. Es besteht zudem kein Anlass, Vorräte anzulegen. Die Versorgung mit Lebensmitteln und notwendigen Gütern ist weiterhin sichergestellt.“ 

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