Reker „heimlich” in XXL-Gebäude So lange her? Kölner Wahrzeichen feiert 40. Geburtstag

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Eines der Wahrzeichen Kölns, der 266 Meter hohe Colonius, feiert am Donnerstag (3. Juni) seinen 40. Geburtstag. Das Foto entstand im Dezember 2020.

Köln – Der 3. Juni 1981 ist in die Geschichte der Stadt Köln eingegangen. Damals, als vor genau 40 Jahre, wurde eines der Wahrzeichen der Stadt eröffnet. Nein, nicht der Dom, der ist ein paar Tage älter. Gemeint ist der Colonius, Kölns XXL-Fernsehturm an der Inneren Kanalstraße. Zum Jubiläum war Oberbürgermeisterin Henriette Reker quasi heimlich zu Gast – in schwindelerregender Höhe von 170 Metern.

  • Fernsehturm Colonius wird 40 Jahre alt
  • Henriette Reker zum Geburtstag zu Besuch
  • Steht Colonius bald unter Denkmalschutz?

Das höchste Gebäude der Stadt, seit Ende der 90er-Jahre ist es für Besucher abgesperrt. Reker durfte trotzdem auf die Aussichtsplattform und war angetan von der Aussicht. „Ich bin begeistert, von hier oben auf Bickendorf, das Veedel, aus dem ich komme, und die vielen anderen Stadtteile zu blicken“, sagte Reker. „Köln war schon vor 40 Jahren eine Medienstadt und ist es heute noch, deshalb passt der Colonius so gut zu uns.“

Runder Geburtstag: Colonius in Köln wird 40 Jahre alt

Bereits im Januar 1978 hatten an der Inneren Kanalstraße die Bauarbeiten begonnen, im April des Jahres war Grundsteinlegung. Nachdem das 35 Meter breite massive Fundament mehr als zehn Meter tief in die Erde eingelassen wurde, wuchs der Colonius in den folgenden drei Jahren bis auf eine Höhe von 253 Metern.

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Kölns OB Henriette Reker mit Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft DFMG Deutsche Funkturm GmbH, auf der Aussichtsplattform des Colonius.

Im Jahr 2004 wurde die rot-weiße Antennenspitze mit den Rundfunksendern getauscht. Seitdem ist er mit 266 Metern der siebthöchste Fernsehturm Deutschlands und 25 Meter höher als der Rheinturm in Düsseldorf.

Colonius ist das höchste Gebäude der Stadt Köln

Der Colonius löste ab 1981 die Funkübertragungsstellen in der Sternengasse und auf dem Hansahochhaus ab. Über Richtfunk verteilte er unter anderem Fernsehsignale und Ferngespräche in viele Teile Deutschlands und in das benachbarte Ausland. Köln und das Umland versorgt er seit 40 Jahren mit Rundfunkprogrammen.

Aber: Wie geht es mit dem Colonius weiter? Das Drehrestaurant in 166 Metern und die Plattform in 170 Metern Höhe sind seit Ende des Jahrtausends gesperrt. Ob wieder Gastronomie Einzug hält, ist offen. Vorher müsste teilweise saniert und ein neues Brandschutzkonzept umgesetzt werden.

Zieht bald neue Gastronomie in den Colonius ein?

Reker zu den Rahmenbedingungen: „Ich könnte mir gut vorstellen, dass hier viele Besucher diesen einmaligen Ausblick auf die Stadt genießen. Dazu sind einige Sanierungsmaßnahmen notwendig und man müsste eine gute Gastronomie finden. Im Moment untersuchen wir, ob der Colonius unter Denkmalschutz gestellt werden sollte. Das Verfahren läuft.“

Aufgrund der Pandemie wurde Reker bei ihrem Besuch „nur” von Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft DFMG Deutsche Funkturm GmbH, auf den Colonius begleitet. 

Sobald es Corona zulässt, wollen Stadt und Betreibergesellschaft allerdings 40 ausgewählte Gäste zu einem exklusiven Besuch einladen, quasi als nachträgliche Geburtstags-Party. (tw)

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