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Cologne Cardinals Der traurigste Zaun von Köln

Zaun der Cologne Cardinals mit den Retired Numbers

Der Outfield-Zaun der Cologne Cardinals auf der Anlage in Köln-Müngersdorf

Die Cologne Cardinals, gegründet 1983, sind ein Traditionsklub aus dem Kölner Westen. Der Baseball-Bundesligist steht noch am Anfang der jungen Saison. Und vergisst die Helden seiner Vergangenheit nicht...

Drei rote Trikots prangen am Outfield-Zaun auf der Anlage in Müngersdorf.

Üblicherweise sind die sogenannten Retired Numbers in US-amerikanischen Sportarten als Ehre für verdiente Spieler gedacht, nachdem sie den Klub verlassen haben oder gestorben sind. Bei den Cardinals gab es gleich drei Trauerfälle junger Akteure in nicht allzu langer Zeit.

Und darum werden die Nummern von André Hille (†2004), Christoph Maria Lauvren (†2009) und Peter Basic (†2014) nicht mehr vergeben.

Das sagt der Cologne Cardinals-Vorstand über die Retired Numbers

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Vorstand Georg Apfelbaum über das traurige Nummern-Geheimnis am Zaun: „Wir kamen gemeinsam auf die Idee. In dieser Zeit hatte sich einst eine Mannschaft gebildet mit Spielern, die aus der Jugend kamen, während andere Klubs auf ausländische Spieler gesetzt haben. Und eben aus dieser Mannschaft sind tragischerweise drei Mann gestorben, der erste war Andre Hille.“

Das Cardinals-Urgestein erinnert sich noch genau wie es geschah: „Er ist auf dem Feld zusammengebrochen. Er sagte: „Coach, ich kann nicht mehr.“ Es muss eine verschleppte Herzmuskelentzündung gewesen sein. Wir sind mit dem Sanitäter ins Krankenhaus. Drei Stunden später war er tot.“

Christoph Maria Lauven trug die 27. Er hatte eine Krebserkrankung, schildert Apfelbaum: „Der dritte war Peter mit der 29, er ist auch an Krebs verstorben. Es waren drei Jungs, die den Verein sehr geprägt haben. Sie standen für unser Motto: Wir kaufen nicht Erfolg, wir bauen den Erfolg mit auf. Deshalb haben wir die Nummern so behalten.“

Der 2009 verstorbene Werfer der Cologne Cardinals, Christoph Maria Lauven

Der 2009 verstorbene Werfer der Cologne Cardinals, Christoph Maria Lauven

Niemals geht man so ganz. In der derzeitig Corona-bedingt verkürzten Spielzeit bleiben die Klub-Originale am Zaun unvergessen. Und sind eine Motivation gegen den Abstieg.

Apfelbaum: „Wir fühlen uns wie der SC Freiburg im Fußball, wir produzieren Talente und versuchen stets die Klasse zu halten.“

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