Heimat vieler Kult-FormateKölner Top-TV-Marke wird komplett aufgekauft

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Wo sein Stern aufging: Stefan Raabs Sendung „TV Total” (hier ein Foto aus 2012) wurde von Brainpool produziert. 

von Thomas Werner (tw)

Köln – Wichtige Nachrichten aus der Kölner TV-Landschaft am Sonntag (28. Juni): Die Kölner TV-Produktionsfirma Brainpool kommt nach eigenen Angaben vollständig unter das Dach der Banijay Germany Gruppe.

Brainpool ab sofort unter Dach von Banijay Germany

Die beiden Brainpool-Gründer Jörg Grabosch und Ralf Günther sowie Andreas Scheuermann hätten ihre Anteile an den Konzern verkauft, die Verhandlungen um die Übernahme seien erfolgreich abgeschlossen, teilte Brainpool in einer Pressemitteilung mit. Ralf Günther bleibe Geschäftsführer der Köln Comedy Festival GmbH, einer Brainpool-Tochter.

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Marcus Wolter, CEO von Banijay Deutschland und Geschäftsführer Brainpool, freut sich über die Neuigkeiten: „Dass uns nun eine Einigung gelungen ist, liegt an der kooperativen Bereitschaft aller Beteiligten, denen ich persönlich ausdrücklich danken möchte. Brainpool ist jetzt ein komplettes Familienmitglied von Banijay Germany.“

Alles zum Thema Stefan Raab

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Brainpool TV GmbH wurde 1994 in Köln gegründet

Am 28. November 1994 hatten Jörg Grabosch, Martin Keß und Ralf Günther die Brainpool TV GmbH gegründet, seitdem ist das Unternehmen in Köln beheimatet. Im November 1999 folgte der Gang an die Börse, im Juli 2002 der Aktienhandel aber eingestellt. Von 2004 bis 31. Dezember 2006 gehörte Brainpool zu „Viacom”, war seit 2007 aber wieder eigenständig.

Kern-Kompetenz von Brainpool war die Produktion von Comedy-Formaten in diversen Privatsendern. Kult-Formate wie die „Wochenshow”, „TV Total”, „Schlag den Raab” oder „Der Bachelor” wurden aus Köln produziert. Auch Serien wie „Stromberg”, „Pastewka” oder „Ladykracher” wurden durch Brainpool erfolgreich.

Brainpool soll weiter für Comedy, Künstler und Shows stehen

„Die Gründer von Brainpool waren die Comedy- Pioniere in Deutschland und haben große Künstlerkarrieren auf den Weg gebracht”, sagt Wolter. Die Firma solle auch weiterhin für die „besten Künstler, erstklassige Comedy und besondere Show-Events” stehen.

Gerade für die Karriere von Stefan Raab spielte die Produktionsfirma eine entscheidende Rolle. Seine Firma „Raab TV” ist Tochtergesellschaft von Brainpool und schloss 2011 mit ProSieben/Sat.1 einen Fünfjahresvertrag über 185 Millionen Euro ab.

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Raab war es auch, der 2018 seine Firmen-Anteile (12,5 Prozent) an Banijay verkaufen wollte. Dies wurde nach einem Veto der Mitgesellschafter Jörg Grabosch und Andreas Scheuermann vom Landgericht Köln untersagt. (tw)