Bluttat in Kölner KioskProzessauftakt gegen 30-Jährigen – es geht um versuchten Mord

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Der Täter war auf diversen Videos der Überwachungskameras des Kiosks zu sehen und wurde von der Polizei gesucht.

von Iris Klingelhöfer (iri)

Köln – Die Tat passierte am helllichten Tag – und hätte Kiosk-Chef Ihsan Ergin (54) fast das Leben gekostet. Am Montag (17. Mai) um 10.30 Uhr begann der Prozess gegen den mutmaßlichen Messerstecher (30) vor dem Kölner Landgericht. Die Anklage gegen den 30-Jährigen lautet auf versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. 

  • Prozessauftakt in Köln wegen versuchten Mordes
  • Angeklagter soll auf Kölner Kiosk-Chef eingestochen haben
  • Mitarbeiter rettete Kioskbesitzer das Leben

Köln-Ehrenfeld: Prozessauftakt nach Bluttat in Kiosk

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, am 29. Juni letzten Jahres in Köln-Ehrenfeld in den Kiosk gestürmt zu sein und den Kioskbesitzer völlig überraschend in den Oberkörper gestochen zu haben.

Dass Ihsan Ergin von dem Angeklagten nicht getötet wurde, sei laut Anklage nur einem Kiosk-Mitarbeiter zu verdanken. Denn dieser eilte herbei und bewarf den Angreifer mit einer Flasche – damit rettete er dem Kiosk-Chef vermutlich das Leben.

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Das Motiv für die Tat: für Ihsan Ergin ein Rätsel. Er vermutet Eifersucht und eine folgenschwere Verwechslung. Im Prozess wird der 54-Jährige, der als Nebenkläger auftritt, vermutlich Antworten auf einige seine Fragen erhalten. 

Insgesamt sind sieben Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil wird etwa Mitte Juni gerechnet. (iri)