Volle Knolle Mega-Spende: Kölscher Jupp ist jetzt der Gastro-Engel von Berlin

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Exil-Kölner Hans-Josef Miebach (r.) mit Freund Manfred Schubi Zender beim Zuprosten im Erdinger Brauhaus am Gendarmenmarkt im Herzen von Berlin. Das Foto zeigt die Beiden 2019 vor der Corona-Pandemie.

Berlin – „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

Den großen Satz des Dichters Erich Kästner (✝1974) beherzigen in der Corona-Krise mehr stille Helden, als man vielleicht denken mag. Einer von ihnen ist Josef Miebach, Exil-Kölner und Wirt vom Erdinger Brauhaus am Gendarmenmarkt in Berlin.

  • Kölner Jupp Miebach zeigt großes Herz für Berliner Bedürftige
  • Wirt vom Erdinger Brauhaus am Gendarmenmarkt
  • Berlin: 10 Tonnen Kartoffeln gespendet

Kölner Wirt vom Gendarmenmarkt Berlin: Kartoffel-Berg für die Tafel

Durch die Corona-Pandemie hatte Jupp nun Probleme nach der Kartoffel-Ernte: Für den Pommes-Verkauf auf dem Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt sowie die Speisen im Brauhaus baut er nämlich seit 2018 im Brandenburger Land Bio-Kartoffeln selbst an.

Doch da sein Lokal schließen musste und auch der Markt nicht stattfand, drohte Miebach, der seit 1991 in der Hauptstadt lebt, auf seiner Edelknolle namens Agria sitzenzubleiben.

Doch er machte aus der Not eine Tugend.

Im Gespräch mit dem früheren Innensenator Frank Henkel kam man auf die Idee, die Kartoffeln für die gute Sache zu spenden.

Gesagt, getan. Jupp zum EXPRESS: „Wir haben einen Jahresbedarf von 20 Tonnen, aber das war ja vor Corona...“

Berlin: Kölscher Jupp verschenkt Riesen-Menge an Kartoffeln

Die rheinische Frohnatur an der Spreee weiter: „Über 10 Tonnen habe ich nun übrig. Entweder schmeiße ich sie weg oder ich tu was Gutes damit. Innensenator Henkel sagte: Du, ich ruf mal bei der Tafel an und die verteilen das an Bedürftige. Da dachte ich: Das ist doch eine super Idee.“

Miebach begeisterte auch seinen Getränkelieferanten davon, der umsonst die Auslieferung der Knolle organisierte und umsetzte.

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Zahn Tonnen (!) seiner eigens angebauten Bio-Kartoffeln verschenkt der kölsche Jupp an die Berliner Tafel und foodsharing.

Die Geste ist umso bemerkenswerter, da auch Miebach durch die Krise das Wasser allmählich bis zum Halse steht. Noch immer habe er keine der beantragten Corona-Hilfen vom Staat erhalten, sagt er. Henkel sprach in diesem Zusammenhang gegenüber lokalen Medien gar von einer „Sauerei“.

Der kölsche Gastro-Engel von Berin: „Ich will nicht herumjammern. Aber bis Ostern dann muss das Geschäft wieder rollen.“

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