Playa CologneCat Ballou-Konzert: Kölner Veranstalter benennt klares Problem

Sebastian Lange

Veranstalter Sebastian Lange in der Playa Cologne: Er hat die Corona-Problematik mit feiernden und jungen Leuten ausgemacht.

von Bastian Ebel (bas)

Köln – Sonne, Strand und kölsche Musik: War das schön am Freitag (11. Juni) und Samstag (12. Juni) bei den beiden Konzerten von Cat Ballou. Feiern trotz Corona? Veranstalter Sebastian Lange erklärt im EXPRESS-Gespräch, wo seiner Meinung nach das eigentliche Problem liegt.

  • Corona-Auflagen: Alkohol löst Hemmungen
  • Playa Cologne: Plädoyer für mehr Veranstaltungen
  • Köln: Kontrollierte Partys sicherer als Gelage auf der Wiese

Freiheit! Zumindest ein bisschen. Das haben sich zu beiden Konzerten 500 Gäste gedacht und feierten zu den Klängen von Cat Ballou.

Mittendrin: Veranstalter Sebastian Lange mit einem Lächeln auf den Lippen. „Endlich geht es wieder los. Wir haben lange gewartet“, sagt er im EXPRESS-Gespräch. Sein Fazit ist deshalb auch durchweg positiv: „Eine Veranstaltung mit 500 Menschen ist durchführbar für ein Areal wie die Playa Cologne. Es geht ja darum, dass sich der Gast sicher fühlen muss.“

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Köln: Plädoyer für mehr Partys

Unter den Eindrücken des Wochenendes mit den Szenen am Aachener Weiher kommt er dann auch ganz schnell zum eigentlichen Problem. „Es ist doch klar, dass mit zunehmendem Alkoholpegel die Hemmschwelle fällt und Corona etwas in den Hintergrund rückt.“

Auch bei den Konzerten von Cat Ballou habe das Security-Personal die Zuschauer ermahnen müssen, bitte die Abstandsregel einzuhalten. „Mit einer freundlichen Ansprache war das kein Problem. Da gab es nicht einen Zwischenfall. Die Leute haben das sofort verstanden“, erklärt Lange.

Deshalb wirbt der Veranstalter, der bald auch den Come together-Cup organisiert, genau jetzt für Veranstaltungen: „Eben weil es ein geschützter Raum ist, kann man die Corona-Vorschriften viel besser kontrollieren und man ist sicherer unterwegs.“

Bei unkontrollierten Partys auf der Wiese am Aachener Weiher oder anderswo im Stadtgebiet sei das eben anders.

„Bei Veranstaltungen mit einem richtigen Konzept kann sich der unsicherste Gast noch sicher fühlen. Deshalb ist es wichtig, dass jetzt wieder diese Events beginnen“, endet sein Plädoyer für Partys, die letztlich durch Kontrollen wohl sicherer sind, als ungezügelte Gelage im öffentlichen Raum.

Und sie können zeigen: Nicht alle Jugendlichen sind gleich Randalierer, sondern halten sich mehrheitlich an die bestehenden Regeln.