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Gruselig! Kadaver im Waldstück bei Much: Spaziergänger finden tote Tiere

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Nur wenige Meter neben dem Hochsitz liegen abgetrennte Reh-Füße auf dem Waldboden.

Foto:

EXPRESS

Much -

Es ist ein gruseliger Anblick, der sich Spaziergängern in einem Waldstück bei Much bietet. Unweit eines Hochsitzes liegen zahlreiche Tier-Kadaver zwischen Ästen und Blättern. Wer hat dieses Schlachtfeld hinterlassen?

„Das ist wirklich schlimm“

Abgezogene Felle, Fleisch-Klumpen, abgetrennte Reh-Füße und bereits skelettierte Tier-Köpfe – sogar eine Wirbelsäule liegt auf dem feuchten Waldboden. Alle im Umkreis von etwa 30 Metern um einen Hochsitz herum. „Das ist wirklich schlimm. Da liegen auch noch richtig große Knochen rum“, so die Spaziergänger, die den grausigen Fund machten, zum EXPRESS. Aber woher kommen die Knochen und Kadaver?

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Auch diese Knochen haben die Spaziergänger entdeckt.

Foto:

EXPRESS

Ist es ein sogenannter Luderplatz?

Ein Jäger zu unserer Redaktion: „Das klingt nach einem Luderplatz.“ Also einem Platz, an dem man Füchse mit Raubzeug anlockt, um sie besser schießen zu können. „Legal ist das schon, aber hier wohl ein bisschen viel“, so der Jäger. Außerdem werden die Köder normalerweise eingegraben oder wenigstens verdeckt.

Die Tiere liegen dort seit Tagen

In diesem Fall, so berichten es Spaziergänger und Anwohner, liegen die toten Tiere seit Tagen an der gleichen Stelle offen herum. Sind es womöglich Überreste einer Jagd? Ein anderer Jäger erklärt: „Wenn man ein Tier erlegt hat, bleibt öfter mal ein Teil zurück. Es sollte dann aber eigentlich eingegraben werden. Normalerweise nimmt der Jäger das Tier aber ja mit, um es zu verwerten.“ Besonders gefährlich werde es übrigens, wenn Wildschweine dort offen verenden würden. Denn dann drohe der Ausbruch der afrikanischen Schweinepest.

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Ein totes Reh liegt auf dem Waldboden, das Fell zerfetzt, Fleisch kommt zum Vorschein.

Foto:

EXPRESS

Aufklärung kann wohl nur der Pächter geben

Aufklärung über die Herkunft der Kadaver kann wohl am ehesten der zuständige Jäger beziehungsweise der Pächter des Gebietes geben. EXPRESS versuchte ihn telefonisch zu erreichen. Einer Rückruf-Bitte kam er am Montag jedoch nicht nach.

Möglicherweise geht es hier ja auch um einen Revier-Kampf unter Nachbarn oder um eine Fehde zwischen Jagd-Feinden. Ein Jäger zum EXPRESS: „Vielleicht ist es auch ein bitterböser Schabernack – man hat ja als Jäger auch nicht nur Freunde.“