Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.
Abmelden
Neuer Inhalt

Fahrrad-Schlüssel abgebrochen: Was Luca (19) dann im Zug aus Bonn erlebt, ist unfassbar

Neuer Inhalt

Luca W. musste sein Rad mit einer Handeisensäge aus der Bahn befreien.

Foto:

Luca W.

Bonn -

Diese Bahnfahrt wird der 19-jährige Luca so schnell nicht mehr vergessen!

Als Aushilfsbademeister in Bonn verdient sich der gebürtige Meckenheimer regelmäßig etwas dazu. Für den rund 17 Kilometer langen Hinweg nimmt er das Rad, doch am späten Abend fährt er meistens mit dem Zug zurück nach Hause.

„Mein Fahrrad ist nicht ganz billig, deshalb schließe ich es immer mit einem Schloss im Zug an“, erklärt der Schüler. So muss er nicht daneben stehen bleiben und kann sich einen Sitzplatz außer Sichtweite suchen.

So auch am Dienstagabend, gegen 22.30 Uhr. Doch genau das wurde ihm beinahe zum Verhängnis! „Eine Station, bevor ich aussteigen musste, ging das Schloss nicht auf. Ich rüttelte daran, auf einmal machte es knack und ich hatte die Hälfte des Schlüssels in der Hand“, erzählte Luca.

Schaffnerin konnte nicht helfen

Ausgerechnet am Abend vor seiner mündlichen Abi-Prüfung! Aus einem ersten Impuls heraus sprach er die Schaffnerin an, die im Zug die Fahrkarten kontrollierte. Helfen konnte sie dem 19-Jährigen allerdings nicht. Als sie den Zugführer hinzuzog, sagte dieser lediglich: „Das einzige, was man machen könnte, ist die Polizei anzurufen und nach einem Bolzenschneider zu fragen.“

Gesagt, getan. Doch bei der Bonner Bundespolizei ging niemand mehr ans Telefon. Die Kölner Leitstelle verband Luca mit der Polizei Euskirchen. Die konnte auf die Schnelle allerdings auch keinen Bolzenschneider auftreiben.

Feuerwehr Euskirchen konnte nicht helfen

Außerdem schwierig: Um den Bahnverkehr nicht unnötig aufzuhalten, hatten potentielle Helfer nur ein schmales Zeitfenster, um Luca überhaupt zu erwischen – nämlich dann, wenn der Zug an einer Haltestelle stand. Aus diesem Grund lehnte auch die Feuerwehr Euskirchen ihre Hilfe ab.

Mittlerweile war Luca an seiner Haltestelle vorbeigerauscht und an der Endhaltestelle in Euskirchen angekommen. „Ich habe dann Zuhause angerufen und meine Familie gefragt, ob sie mir Werkzeug bringen kann“, so der Schüler.

Vater brachte Eisensäge mit

Seine Idee war es, die mit Schrauben befestigte Eisenstange im Zug loszuschrauben, um sein Fahrrad so wieder zu befreien. Wieder in Meckenheim angekommen, brachte Lucas' Vater seinem Sohn das gewünschte Werkzeug. Darunter befand sich auch eine Handeisensäge!

Zu Lucas „Glück“ tobte am Dienstagabend ein Unwetter in Meckenheim und ein Baum war auf die Schienen gefallen. „Weil die Strecke für ein paar Minuten gesperrt werden musste, hatte ich dann die Zeit, das Schloss zu knacken. Die Blicke der anderen Fahrgäste waren unbezahlbar“, sagt der Abiturient.

Abi-Prüfung in Gefahr

Noch bevor die Bahn ihren Weg fortsetzen konnte, hatte Luca das ebenfalls nicht gerade günstige Faltschloss aufgesägt. „Ich hatte gehofft, dass es stabiler ist“, sagte er und lachte dabei. Für ihn ein großes Glück! Zum Lernen hatte der 19-Jährige dann jedoch keine Zeit mehr.

„Das war wirklich ein sehr ungünstiger Zeitpunkt“, so der Schüler. Seine Prüfung bestand er trotzdem mit einer bravourösen 1-. Na, dann ist ja nochmal alles gut gegangen!