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Zeitarbeit Hurra! Wir haben endlich einen Job

Ein sehr erfolgreiches Team: Birgit Rang, Neva Katharina Krämer, Birgit Wuttke, Elisabeth Kötter und Daniela Nasri (von links)

Ein sehr erfolgreiches Team: Birgit Rang, Neva Katharina Krämer, Birgit Wuttke, Elisabeth Kötter und Daniela Nasri (von links)

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Banneyer Lizenz

Wovon ist nicht alles die Rede, wenn es um Zeitarbeit geht? Ausbeutung, sklavenartige Arbeitsverhältnisse, Abzocke. Die Liste der Vorurteile gegenüber Zeitarbeitsfirmen ist ellenlang. Dass es auch anders geht, zeigt eine Kölner Erfolgsgeschichte. „avanti“ vermittelt erfolgreich Pflege-Personal an Kliniken und Krankenhäuser, Seniorenheime und ambulante Pflegedienste. Insgesamt 75Mitarbeiter beschäftigt „avanti“ am Standort Köln – alle mit unbefristetem Festvertrag.

Drei Frauen erzählen im Gespräch mit dem EXPRESS ihre Geschichten und wie sie den Weg zurück in die Arbeitswelt geschafft haben.

Carmen Kürten (58): Der Schock saß tief, als die Chefin ihr vor eineinhalb Jahren sagte, dass sie ihre HNO-Praxis schließen werde. Carmen Kürten war 56 und ihre Chancen, noch mal Fuß auf dem Arbeitsmarkt zu fassen, gleich null. Im Internet stieß sie dann zufällig auf die „avanti GmbH“ und bewarb sich ohne große Hoffnung. Trotz ihrer 40 Jahre Berufserfahrung war niemand mehr bereit, sie einzustellen. Begründung schlicht und einfach: zu alt.

Aber hier: Freitags Internetrecherche, montags Vorstellungsgespräch und mittwochs der erste Einsatz in einem Kölner Krankenhaus. Und einen unbefristeten Vertrag gab es noch obendrauf. „Ein Traum ist damals wahr geworden.“

Daniela Nasri (28): Von heute auf morgen wird ihrem Mann mitgeteilt, dass er versetzt wird. Aus der Nähe von Hannover nach Köln. Für Daniela Nasri bedeutete das im April 2011, sich neu zu orientieren. Aber: Schnell und problemlos bietet ihr Birgit Wuttke wie allen ihren Mitarbeiten einen Festvertrag an.

„Für mich ist es die optimale Gelegenheit in verschiedene Einrichtungen reinzugucken. Ganz nebenbei lerne ich so auch die Stadt und ihre Menschen kennen“, so die 28-jährige Pflegerin. Aus einer Übergangslösung hat sich Nasri inzwischen zu einem festen Bestandteil des Teams entwickelt.

Neva Krämer (26): Grad der Behinderung: 90. Mit so einem Handicap ist es schwer, wenn nicht sogar unmöglich, in Deutschland einen Job zu finden. Und dazu noch in der Pflegebranche, wo anpacken angesagt ist. Neva Krämer hat es dennoch geschafft. Trotz ihres offenen Rückens (Spina bifida) hat Birgit Wuttke der examinierten Altenpflegerin eine Chance gegeben. „Auf dem freien Arbeitsmarkt hätte ich keine Stelle mehr bekommen. Bei „avanti“ sieht man noch das Menschliche, und das schätze ich sehr.“