Empfehlen | Drucken | Kontakt15.02.2012 - 18:34 Uhr

X-Scouts treffen Tank Conzen: So sprayt ihr wie ein Profi

Von JENNIFER KROHNE
Augen auf, ein echter Conzen: Das „Auge“ ist eines von Tanks Lieblingsmotiven.
Augen auf, ein echter Conzen: Das „Auge“ ist eines von Tanks Lieblingsmotiven.
Foto: X-Scouts
Mönchengladbach –  

Jeder kennt sie: Lästige Schmierereien an Hauswänden und Haltestellen, die einfach nur nerven. Aber Graffiti kann auch anders aussehen! Wie bei Profi-Sprayer Tank Conzen (20) aus Mönchengladbach.

Er verdient mit seinen Werken bis zu 3000 Euro im Monat - und macht keine Schmierereien, sondern Kunst. Die X-Scouts trafen ihn im privaten Atelier und bekamen coole Tipps

Angefangen hat alles mit einer Ausbildung zum Mediengestalter. Tank hatte dabei ein kleines Büro – aber das reichte ihm nicht. Deshalb studierte er Kunst an der Uni Wuppertal – und lernte dort, seine Fähigkeiten als Sprayer richtig einzusetzen.

„Ich spraye seit gut zwölf Jahren“, erzählt er mir. „Ich bekomme Inspiration aus dem Alltag. Ich orientiere mich an Werbung oder Fotos.“

Woher kommt sein Verdienst? „Ich bekomme Aufträge von mehreren Autohäusern oder Fernsehsendungen“, sagt er. Renommee gibt’s durch Fachzeitschriften: Dort werden seine Arbeiten veröffentlicht.

Aber heute nimmt sich der Profi Zeit für mich. Und zeigt mir, wie man sprayt, ohne zu schmieren. Kleine Hilfe für die Anfängerin: Das Motiv hat er mit einem Bleistift vorgezeichnet.

So musst du das machen: Beim gemeinsamen Sprayen gab Tank unserer Jennifer Tipps.
So musst du das machen: Beim gemeinsamen Sprayen gab Tank unserer Jennifer Tipps.

„Keine Angst, du kannst nichts falsch machen, du musst dich nur trauen“, sagt Tank. Recht hat er: Nach ein paar Startschwierigkeiten gelingt es mir in relativ kurzer Zeit, die erste Fläche zu sprayen! Langsam, aber sicher nimmt das Bild Gestalt an.

Wichtigster Tipp vom Profi: „Versuch locker aus dem Handgelenk zu sprühen!“ Das ist nicht so einfach, wie es aussieht, aber bald wirkt’s cool – und sieht auch so aus. Eins ist nach dem „Workshop“ klar: Das war nicht das letzte Kunstwerk, das ich gesprüht habe.

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