Wenn die Hamburger Jungs von „Rantanplan“ auf Tour sind, dann heißt es: Pogen, Schwitzen und laut mitgrölen! Die Band ruft seit über 16 Jahren ihre Fans mit ihren Punk-Hymnen zum wilden Pogen auf.
„Wir leben in Jugendzentren“, haben sie einmal gesagt. Die X-Scouts wollten wissen, wie sich ihr Wahnsinn anfühlt - und besuchten die Jungs beim Kölner Konzert im „Underground“. Es wurde ein einziges gemeinsames Schwitzen. Rantanplan, das ist kein Konzert, es ist eine einzige Party. Die Stimmung ist cool, die Location ausverkauft und das Publikum schon enthusiastisch, bevor überhaupt ein Ton erklingt.
Vorab gibt es ein paar Dehnübungen - aufwärmen vor dem Pogen hat Vorteile! Dann wird das Licht dunkler gemacht, und los geht’s! Kult-Sänger Torben Meissner betritt die Bühne. Seine Stimme: Gänsehaut pur. Die Musik wird immer schneller, Sounds aus Posaunen, Trompeten und vom Schlagzeug bringen die Masse zum Kochen.
Die Energie der Band überträgt sich auf das Publikum, es wird laut mitgesungen, und wo man hinschaut, fliegen Körper gegeneinander. Alles gerät durcheinander – Fans gehen auf die Bühne, doch das stört die Jungs nicht im Geringsten. Im Gegenteil: Sie freuen sich über das stage-divende Publikum. „Es geht eben richtig bei uns ab“, strahlt Torben.
Dabei gibt es gibt wohl kaum eine Band, bei der so oft die Besetzung gewechselt wurde. Knapp 25 Musiker haben die Kapelle innerhalb von 16 Jahren durchlaufen.
„Besetzungswechselmeister mit großer Auswechselbank“ nennen sich Rantanplan beim X-Scout Interview. Man kann also sagen: Die Bandmitgliedern wechseln bei Rantanplan wie die ihre Boxershorts.
Wer aber skeptisch ist, ob eine Band so viele Wechsel verkraften kann, sieht spätestens jetzt, dass die Band so viel Energie hat wie nie zuvor. Und ihr Sound klingt einfach einzigartig: eine gute Mischung aus Ska und Punk, aber auch andere Musikstile höre ich - je nach Song - beim Konzert raus.
Und das hat System, wie Bassist Kay Petersen (23) mir erklärt: „Es geht querbeet. Das bewundere ich zum Beispiel an den Ärzten. Sie sind stillos und einfach nur geil. Wir wollen das auch ein bisschen sein.“
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