Ulbargen - Ostfriesland versank an diesem Wochenende komplett im Schlamm. Denn "Omas Teich", eigentlich als Sommerfestival geplant, machte seinem Namen alle Ehre.
Sintflutartige Regenfälle und Gewitter machen das Musikfest zu einem durchnässten Ekel-Erlebnis. Den meisten Rock-Fans aber war's egal - sie suhlten sich im Schlamm.
Ulbargen, der Schlamm-Planet. Der allgegenwärtige Matsch ficht sie nicht an, die Festivalfreaks in Ostfriesland. Sie sind ihn gewohnt.
Dicke Gewitterwolken regneten sich am Wochenende immer wieder aus. Der schwarze Schlick kannte kein Erbarmen, kroch in Zelte und Gummistiefel. Das Ergebnis: Das Festival wurde zum Wattenmeer.
Ulbargen, die wüste Rock-Landschaft! Gut 7000 Fans ließen die Kuhweiden im ostfriesischen 250-Einwohner-Nest ordentlich erbeben. Bands wie "Muff Potter", die britischen "Baddies" oder "Deichkind" taten ihr Übriges.
Während seine Fans im Modder versanken, shoutete Punk-Sänger Nagel: "Ich hab vom Regen gar nichts mitbekommen, aber Muff Potter waren geil!"
Der Erfolgswelle "Omas Teich" können scheinbar nicht mal die schlimmsten (typisch ostfriesischen) Einflüsse etwas anhaben. Denn die 11. Ausgabe des Open-Air-Rock-Festivals auf den zum Festivalgelände umfunktionierten Kuhweiden im Landkreis Aurich hatte wohl gerade wegen des Ausnahmezustands Kultcharakter.
Die anno 1998 von ostfriesischen Jugendlichen aus einer Bierlaune (oder war es Langeweile?) heraus gegründete Zusammenkunft am Teich hat sich längst zum Massenevent gemausert. Der von ihnen gegründete Veranstalter „Lake Entertainment“ hätte auch dieses Jahr wieder wesentlich mehr Tickets verkaufen können. Er beschränkt sich aber - noch. Die unendlichen Weiten ostfriesischer Kuhweiden lassen weitere Steigerungen jedenfalls zu.
Und das Schietwetter? Macht wohl der Friesennerz erträglich...
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