127 kg Kampfgewicht, verteilt auf fast zwei Metern. Da kamen wir X-Scouts uns wie kleine Kobolde vor. Und dann setzte WWE-Champion „Sheamus“ auch noch zum Würgegriff an... Der wilde Wrestling-Champion aus Irland im X-Scout-Interview!
Er nennt sich selbst „Der keltische Krieger“. Und auf die klassische Wrestling-Frage, ob er im Ring kämpft oder schauspielert, antwortet er: „Sheamus ist kein Charakter, wie man ihn spielen könnte! Wenn ich da hinaus gehe, dann bin ich noch immer ich, nur darf ich machen, was immer ich will.“
Der Szene-Star erzählt uns, dass viele nichts vom „World Wrestling Entertainment“ (WWE) halten, bis sie es einmal live erlebt haben. „Du wirst mitgerissen von der gesamten Atmosphäre und jubelst deinem Favoriten zu. Und wenn du aus dem Stadion wieder rausgehst, stellt sich dir nur eine Frage: Wann sind die WWE-Stars wieder da? Ich will, dass es für jeden Besucher ein einzigartiges Erlebnis wird.“
Deshalb hat es Stephen Farrelly - so heißt „Sheamus“ bürgerlich - zum WWE getrieben. Als er mit fünf Jahren erstmals mit seinem Vater bei einem Match war, stand für ihn fest, dass er ganz nach oben will. Und das schaffte der amtierende WWE-Meister jetzt schon zum zweiten Mal.
Da liegt eine Frage nahe: Was jetzt? „Nach oben kommen ist eine Sache. Ich muss am Ball bleiben und den Titel so lange verteidigen, wie es geht. Jetzt will ich vor allem länger Champion sein als jeder vor mir und damit der größte WWE-Champion aller Zeiten werden.“
Und dafür gibt er mächtig Stoff: Sheamus trainiert bis zu sechsmal die Woche. Großer Bestandteil dabei: Die „Action“, wie die Schauspielerei im Ring im Fachjargon heißt. „Alle die beim WWE sind, gehören bereits zu den Profis und haben die Abläufe eines Kampfes bereits bis ins Detail verinnerlicht. Man muss seinen eigenen Stil entwickeln.“ Seine Spezialität: Der „Schlammkrieger“ im furchterregenden Urwald-Outfit. „Wir betonen immer, dass man als Anfänger nichts davon nachahmen sollte“, so Sheamus weiter. „Weil es zu schweren Verletzungen führen kann. Wir haben Jahre gebraucht, bis wir auftreten konnten.“
Unsere letzte Frage an den „keltischen Krieger“ ist eine ideologische: „Bier oder irischer Whiskey?“ „Ich liebe Guinness“, kommt's wie aus der Pistole geschossen. „Whiskey trinke ich nur zu besonderen Anlässen.“
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