Viele Jugendliche wollen heutzutage „irgendwas mit Medien“ machen. Doch was genau, das wissen die wenigsten. Soll es Print sein, Online, Radio oder doch lieber Fernsehen? Fragen, auf die viele Schüler keine Antwort haben.
Die RTL Journalistenschule bietet sechs bis acht mal im Jahr den kostenpflichtigen Praktikums-TV-Workshop (229 Euro plus Mehrwertsteuer) an. Interessierte Nachwuchsjournalisten können hier an zwei Tagen in die Welt des Fernsehmachens blicken. Genau an so einem Workshop habe ich für euch teilgenommen. Was ich erlebt habe, das lest ihr hier.
Start: Samstag, 9:30 Uhr. Kurze Vorstellungsrunde. Hier wird schon mal abgecheckt, wer bereits ein bisschen Erfahrung hat. „Es ist gar kein Problem, wenn man noch keinerlei Erfahrung gemacht hat“, sagt Danny Reinhardt, Chef vom Dienst bei Punkt 12. „Dieser Workshop bietet ja schließlich die Möglichkeit, ein wenig hineinzuschnuppern und sich zu orientieren“.
Jetzt geht’s an die Theorie – eine sehr anschauliche sogar. Anhand von Filmen, Grafiken und Texten bekommen wir erklärt, worauf es ankommt. Wie arbeitet eine Fernsehredaktion, wie baue ich einen Filmbeitrag, was ist das besondere im Zusammenspiel von Text und Bild? „Man sollte immer versuchen die Bilder mit Informationen zu füllen und das Bild nicht einfach nur beschreiben“, so Danny. Zwischendurch gibt es eine kleine Übung im Nachrichten schreiben.: „Bei einer Nachricht steht das wichtigste immer schon im ersten Satz, der sogenannte Leadsatz“, so Danny.
Nachdem wir die Grundlagen an Beispielen geübt und verinnerlicht haben, machen wir uns mit Cutter Werner Herwig auf zu einer Führung durch den Sender. Hier entsteht also das tägliche Programm: Wir sehen die Regie, die Technik und die Wetterredaktion. Das Highlight ist natürlich das Studio, wo unter anderem Anchorman Peter Kloeppel „RTL Aktuell“ moderiert. Nach der Besichtigung ist es dann soweit. Wir bekommen Filmmaterial, mit dem wir üben können und aus dem wir am zweiten Seminartag einen eigenen Beitrag bauen werden.
Sonntag: Es geht ans „Fein-Tuning“ unserer Beiträge. Danny und Werner schauen uns immer wieder über die Schulter, geben wertvolle Tipps - egal ob beim Vertonen, Schneiden oder Texten. Im Anschluss werden die eigenen Beiträge in der Gruppe präsentiert und besprochen. Unseren fertigen Beitrag bekommen wir später auf DVD – wichtig für künftige Bewerbungen. Und klar, diese Frage brennt uns unter den Nägeln: „Wie bekomme ich einen Praktikumsplatz?“ Auch hier hat Danny viele Tipps und Hilfestellungen auf Lager.
Jetzt ist es an uns, Bewerbungen zu schreiben und unserem Traumberuf, der „irgendwas mit Medien” zu tun hat, näher zu kommen. Ob beim Fernsehen, einer Zeitung, im Radio oder Online – das wird sich zeigen.
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