Erst am vergangenen Donnerstag war Michael Ballack in Südafrika eingetroffen.
Der verletzte Kapitän wollte eigentlich bis zum Ende des WM-Turniers bei der Nationalmannschaft bleiben. Doch am Montagabend packte der 33-Jährige überraschend schon wieder seine Sachen und flog zurück nach Deutschland.
Nanu? Erst hatte Bernd Schuster im EXPRESS-Interview gesagt, dass Ballacks Ausfall ein Glücksfall für Deutschland sei. Dann kündigte Philipp Lahm an, dass er die Kapitänsbinde nach dem Turnier nicht freiwillig abgebe: "Die Binde gebe ich freiwillig nicht mehr her", sagte er gegenüber EXPRESS.
Und plötzlich reist Ballack ab. Purer Zufall? „Ursprünglich war es geplant, dass Michael länger hier bleibt“, gibt Teamarzt Dr. Müller-Wohlfahrt zu.
„Da mein Heilungsverlauf glänzend verläuft und schneller vorangeht als geplant, sind für mich hier die Bedingungen für meine Reha-Behandlung nicht mehr optimal“, wird Ballack offiziell zitiert.
„Der Fokus der medizinischen Abteilung des DFB liegt derzeit ganz klar auf dem Team, dafür haben Ärzte und Physiotherapeuten in den vergangenen Tagen fast rund um die Uhr gearbeitet.“ Der künftige Bayer-Star will nun seine Reha in London fortsetzen.
Auch Joachim Löw bemühte sich schnell, aufkommende Spekulationen im Keim zu ersticken. „Wir fanden es echt toll, dass Michael uns hier besucht und unterstützt hat. Genauso freue ich mich darüber, dass sein Heilungsverlauf bisher so reibungslos verläuft.“
Ballack plant nun, zum Finale erneut nach Johannesburg zu fliegen. Zurück bleibt der Eindruck, dass den 98-fachen Nationalspieler, der oft genug die Knochen für Deutschland hingehalten hat, die jüngsten, teilweise etwas respektlosen Aussagen, mächtig stinken.
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