Gespielt hatte er gegen Uruguay nicht („Ich war krank und kaputt“). Trotzdem strahlte Lukas Podolski. An seinem Hals baumelte die Medaille für den dritten Platz, die er dem EXPRESS-Reporter in die Hand legte.
Schweres Ding. „Kann ich ein Foto machen?“ „Klar“, lacht Poldi, „lass dich aber nicht von den FIFA-Jungs erwischen.“
Klick. Foto im Kasten.
Überwiegt die Freude? Oder ist die Enttäuschung über das Verpassen des Endspiels noch da, Herr Podolski?
„Ich hätte lieber im Finale die Medaille des Weltmeisters bekommen“, schaute der 25-Jährige noch einmal zurück auf das verlorene Halbfinalspiel gegen Spanien, „jetzt schon wieder nur Dritter wie bei der WM 2006. Aber egal: Wir können trotzdem stolz auf uns sein.“
Den Erfolg noch mal kurz genießen. „Denn den dritten Platz hat uns doch vorher niemand zugetraut. Außerdem haben wir durch unseren schönen Fußball große Sympathien und Respekt in der ganzen Welt gewonnen. Das ist vielleicht sogar noch wichtiger als ein Titel.“
Und in zwei Jahren steigt dann das ganz persönliche Highlight des Lukas P.: EM in seinem Heimatland Polen. „Darauf freue ich mich bereits riesig. Das wird eine ganz tolle Sache.“
Und dann soll der Pott nach Deutschland. Podolski glaubt fest daran, dass die Mannschaft dann das Zeug zum großen Coup hat. „Wir haben eine junge, sehr talentierte Mannschaft, die in zwei Jahren noch besser sein wird. Dann zählt für uns nur der Titel.“
Das reicht. Mehr wollen wir nicht wissen. „Nur noch eine Frage, Poldi – was steckt denn da in der Plastiktüte?“
Der Superstar lächelt verschmitzt. „Ja, was denn schon?“
„Sieht aus wie ein Ball.“
„Tschüss, muss jetzt gehen.“
Da hat der Fuchs doch noch einen original WM-Ball gemopst….
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