Empfehlen | Drucken | Kontakt12.07.2010 - 16:09 Uhr

Nach dem Finale: Spanien jubelt - Holland weint

So reagierten die Fans von Spanien und Holland
Madrid/Amsterdam –  

Ausgelassener Jubel nach dem ersten und einzigen Tor im WM-Finale: Spanien ist Fußballweltmeister - ein ganzes Land feiert!

Fans wirbeln gelb-rote Fahnen, verspritzen Sekt, springen in Brunnen und lassen sogar die Hosen runter.

Doch es kam auch zu tragischen Unfällen: In Algeciras im Süden des Landes stürzte ein 33-Jähriger in den Tod, als er auf einem Balkon den Sieg der spanischen Fußball-Nationalelf über die Niederlande bejubelte. Im südwestspanischen Cáceres ertrank ein 48 Jahre alter Mann, der mit anderen Fans gewaltsam in ein Schwimmbad eingedrungen war, um sich im Wasser abzukühlen.

In Katalonien und im Baskenland kam es zu Ausschreitungen. In Barcelona nahm die Polizei in der Nacht 21 Randalierer fest, die Autos und Müllcontainer in Brand gesteckt hatten, wie die Behörden am Montag mitteilten. Zudem griffen die Unruhestifter 16 Streifenwagen der Polizei mit Flaschen und Steinen an.

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Bei den Krawallen und den Feiern zum WM-Sieg Spaniens wurden in Barcelona zudem 74 Menschen verletzt, darunter zwölf Polizisten. 21 der Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Rund 75.000 Menschen hatten die Partie in der Mittelmeer-Metropole an einer Riesenleinwand auf dem Plaza España verfolgt.

Im Baskenland griffen militante Separatisten mehrere Anhänger der spanischen Nationalmannschaft an. Mindestens vier von ihnen wurden verletzt, wie das baskische Innenministerium mitteilte. Drei der Täter nahm die Polizei fest.

In Bilbao ging ein Mann mit einem Holzknüppel auf zwei Fußballfans los, die eine Spanienflagge trugen. Ähnliche Zwischenfälle gab es auch in Zarauz und in der baskischen Hauptstadt Vitoria. Dort steckten Randalierer zudem Autos und Müllcontainer in Brand.

In Madrid verlief die WM-Party weitgehend friedlich. Mehr als 200 000 Menschen feierten den ersten WM-Titel des Landes bis in die Nacht auf den Straßen. Es gab rund 260 Leichtverletzte, wie der Rettungsdienst mitteilte.

In den Niederlanden herrschte tiefe Trauer: Die Fanmassen in orange konnten die Niederlage der holländischen Mannschaft kaum fassen. Ausdruckslose Gesichter, die Hände vorm Gesicht, Tränen in den Augen.

In einigen Städten führte der Frust zu Krawallen und Schlägereien: Allein in Den Haag ging die Polizei gegen rund 200 Randalierer vor, 40 von ihnen wurden vorübergehend festgenommen. Auch in Den Bosch, Maastricht und Venlo gab es Ausschreitungen mit anschließenden Festnahmen.

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