Philipp Lahm, der coole Kapitän. Fußballerisch über jeden Zweifel erhaben führt er die Mannschaft bei der WM souverän an.
Jetzt das Sprengstoff-Interview des 26-Jährigen, der die Kapitänsrolle des verletzten Michael Ballack übernommen hat – und sie nicht mehr hergeben will.
Darüber und über das WM-Halbfinale gegen Spanien spricht Lahm im Interview.
Warum?
Nein, dann bin ich kein Hellseher. Aber ich trainiere täglich mit dieser Mannschaft. Und ich weiß, was sie kann. Das wusste ich seit Beginn des Turniers.
Wir haben bewiesen, dass wir so weit sind, eine große Mannschaft zu schlagen. Aber von einem 4:0 bin auch ich nicht ausgegangen. Ich wusste ja, als ich diesen Satz gesagt habe, auch nicht, auf wen wir alles im Turnierverlauf treffen würden.
Platz ist immer da. Michael ist ein guter Spieler. Das wird man alles nach der WM sehen.
Die Frage ist sicher nicht mit Ja oder Nein zu beantworten, das steht mir auch nicht zu. Eine Mannschaft besteht nicht nur aus den ersten elf Spielern.
Hier jetzt nicht wirklich. Wir freuen uns, dass er das Team besucht hat. Aber hier bildet jetzt der Kader, der die WM spielt, die Nationalmannschaft von der Nummer 1 bis zur 23.
Es ist doch klar, dass ich die Binde gerne behalten möchte. Die Rolle auf dem Platz erfülle ich seit mehreren Jahren, die habe ich im Griff. Dann will man sich auch um mehr kümmern, mehr Verantwortung übernehmen. Das habe ich jetzt hier gemacht. Warum soll ich das Kapitänsamt wieder freiwillig zur Verfügung stellen?
Freiwillig werde ich sie ganz sicher nicht abgeben. Aber das wird die Entscheidung des Bundestrainers sein.
Nein, die macht bei jedem Spiel ein anderer Betreuer hin.
Ich gebe sie immer wieder brav ab, denn ich brauche sie ja fürs nächste Spiel. Bisher sind wir schließlich noch nicht ausgeschieden.
Die Final-Binde würde ich mit Sicherheit behalten.
Ich schaue Spanien gerne an. Es ist faszinierend, wie sie immer weiter wirbeln. Das geht ja schon seit vielen Jahren so.
Jetzt sind wir auf jeden Fall in der Lage, auch diesen Gegner zu besiegen. Das war in der Vergangenheit nicht so, 2008 hatten wir nicht den Hauch einer Chance. Heute hat sich die Mannschaft sicher weiterentwickelt. Wir sind gut drauf. Warum sollen wir nicht Spanien schlagen? Man hat in den letzten Spielen gesehen, was wir fähig sind, zu leisten.
Ja, schon. Es macht mich stolz, diese Mannschaft zu sehen, Kapitän dieser Mannschaft zu sein. Aber wir sind noch nicht am Ende.
Davon träumt man natürlich schon als Kind. Die WM 1990 war die erste, die ich miterlebt habe. Dieses Bild von Lothar Matthäus hatte ich immer vor Augen, das treibt mich an.
Dazu kann ich wenig sagen. Nur: Wir brauchen einen guten Trainer. Und man sieht, dass er ein guter Trainer ist.
Hitzfeld traut Deutschland trotz Abwehrproblem alles zu
„Deutschland bleibt mit Spanien Favorit auf den EM-Titel. Das sind aus meiner Sicht die beiden besten Teams“, sagte Hitzfeld.
Wohlfühl-Oase ist offen für Frauen und Kinder
In zehn Tagen geht die Mission EM-Titel in ihre ganz heiße Phase. Im Luxushotel Dwor Oliwski sollen unsere Jungs zu Fußball-Helden werden - mit ihren Frauen und Kindern.
Wissenschaftler simulieren EM-Verlauf: DFB-Elf Europameister!
Stimmen die Berechnungen der Wissenschaftler, kommt es wieder zu einem Finale zwischen Deutschland und Spanien - und die Deutschen gewinnen.