Starker deutscher Auftakt bei der 61. Vierschanzentournee: Severin Freund ist beim ersten Springen in Oberstdorf aufs Treppchen geflogen.
Der Mitfavorit aus Rastbüchl legte im ersten Durchgang mit 138,5 Metern sogar die Bestweite hin, im Finale verteidigte er seinen dritten Platz. Mit 290,8 Punkten musste er nur Überraschungssieger Anders Jacobsen (Norwegen/308,6) und Titelverteidiger Gregor Schlierenzauer (Österreich/297,0) den Vortritt lassen.
Schmitt mit starkem Comeback
Erstmals seit fast vier Jahren landete damit wieder ein Deutscher bei einem Tournee-Springen auf dem Podest. Zweitbester DSV-Adler vor 24.500 begeisterten Zuschauern war Michael Neumayer (Berchtesgaden/274,6) auf Platz neun. Ebenfalls stark präsentierten sich der erste 17 Jahre alte Tournee-Debütant Andreas Wellinger (Ruhpolding/272,4) und Rückkehrer Martin Schmitt (Furtwangen/263,6) auf den Rängen 11 und 17.
„Das hat sensationell geklappt, besonders der erste Sprung war sehr, sehr schön“, sagte Freund, der mit 138,5 Metern den weitesten Satz des ersten Durchgangs zeigte. Der 24-Jährige beendete damit eine 1456 Tage andauernde deutsche Durststrecke: Zuletzt war Schmitt am 4. Januar 2009 in Innsbruck als Dritter auf ein Tournee-Podest geflogen.
Morgenstern stürzt ab
In Oberstdorf datierte der letzte Podiumsplatz sogar vom 29. Dezember 2002, als Sven Hannawald den bis heute letzten deutschen Tagessieg bei der Tournee holte. Enttäuschend verlief dagegen der Auftakt von Richard Freitag (Aue/264,1), der nur Rang 16 belegte.
Die Hoffnungen auf einen erneuten Gesamtsieg begraben muss sogar überraschend der Österreicher Thomas Morgenstern. Bei starkem Rückenwind stürzte der Gesamtsieger von 2010/2011 auf 119,5 Meter ab und verpasste den zweiten Durchgang.
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