Die Heim-WM in Ruhpolding vor wenigen Tagen war mit zwei Goldmedaillen der glänzende Abschluss.
Doch am Sonntag setzt Magdalena Neuner noch einmal einen drauf – auch wenn sie im weit entfernten Sibirien an den Start geht. Es wird ihr allerletztes Weltcup-Rennen.
Luftlinie Rheinland - Chanty Mansijsk: 3.800 Kilometer. Mit dem Auto spuckt das Navigationsgerät eine Route über 5434 Kilometer aus. Fahrtzeit: zwei Tage und 19 Stunden.
Neuner so weit weg beim großen Karriere-Finale. Aber sie geht als eine der besten Biathleten, die die Welt je gesehen hat. Und sie geht als absolute Königin. Mit Platz vier im vorletzten Rennen ihrer Karriere sicherte sich die 25-Jährige am Samstag zum dritten Mal nach 2008 und 2010 die große Kristallkugel für den Gewinn des Gesamtweltcups.
„Das war mein großer Traum. Aller guten Dinge sind drei“, sagte Neuner nach dem Verfolgungsrennen über 10 Kilometer. „Ich habe den Gesamtweltcup gewonnen, das war mein großes Ziel. Nach meinem letzten Rennen die große Kugel zu bekommen: Darüber bin ich unglaublich glücklich.
Für den Gesamtweltcup muss man den ganzen Winter gut sein, da hat man was für getan. Weltmeister wird man eher mal durch Zufall, der Gesamtweltcup zeigt die beste Athletin des Winters. Wenn man das Ganze dreimal gewinnen kann, ist es umso schöner. Das ist ein runder Abschluss für mich.“
Keine Frage, die Wallgauerin präsentiert sich in den letzten Momenten ihrer unvergleichlichen Karriere total entspannt. Und irgendwie freut sie sich auf die Zeit danach: „Dann kann ich endlich Sachen machen, für die ich zuletzt nie Zeit hatte.“ Gewonnen hat sie definitiv genug! Ein starker Abgang: Ob am Sonntag wohl noch ein Tränchen fließt?
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