Da hat Magdalena Neuner (24) aber einen echten „Hexenschuss“ hingelegt: In ihrem letzten Rennen des Jahres hat die Biathlon-Rekordweltmeisterin den erhofften Podestplatz am Schießstand vergeben. Der Grund: Rücken.
„Lena hatte schon am Abend über Beschwerden geklagt. Es ist wohl ein kleiner Hexenschuss. Vor allem im Stehendschießen hatte sie Probleme, in den Anschlag zu gehen“, sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang.
Neuner fiel beim 10-km-Verfolgsrennen im österreichischen Hochfilzen nach Platz vier im Sprint mit insgesamt sechs Schießfehlern auf Rang zwölf zurück und lag 2:18,4 Minuten hinter der Siegerin Olga Saizewa.
Die russische Staffel-Olympiasiegerin feierte einen Tag nach ihrem Erfolg im Sprint mit einem fehlerfreien Schießen in 31:52,2 Minuten einen souveränen Start-Ziel-Sieg und ihren insgesamt elften Weltcuperfolg. Platz zwei ging die schwedische Einzel-Weltmeisterin Helena Eckholm (29,1 Sekunden zurück/1 Fehler) vor der Weißrussin Darja Domratschewa (44,7/3).
Ungeachtet ihres schwächsten Saisonergebnisses geht Neuner als Gesamtführende in der Weltcupwertung mit dem Gelben Trikot in die Weihnachtspause. Neuner verzichtet wegen ihrer Teilnahme an der Festgala zur Wahl der Sportler des Jahres in Baden-Baden auf einen Einsatz in der abschließenden Mixed-Staffel am Sonntag (14.30 Uhr). Für das beste deutsche Ergebnis in der Verfolgung sorgte Andrea Henkel (Großbreitenbach).
Die zweimalige Olympiasiegerin wurde nach einem Fehler im letzten Schießen mit 1:21,4 Minuten Rückstand Sechste, machte im Vergleich zum Sprint aber immerhin acht Plätze gut.
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