Der Sturz beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf ist doch schlimmer, als ursprünglich angenommen.
Als Skispringer Tom Hilde nach dem Sturz auf einem Schlitten aus dem Stadion gebracht wurde, winkte der Norweger noch. Ein gutes Zeichen, dachten alle - doch am Silvestertag kam die Schock-Diagnose:
„Er hat sich den achten Wirbel gebrochen. Das sind hässliche Neuigkeiten“, sagte Norwegens Sportdirektor Clas Brede Brathen am Samstag in Garmisch-Partenkirchen: „Der Bruch ist allerdings nicht so schlimm, dass er im Krankenhaus bleiben muss. Eine Operation ist nicht nötig.“
Brathen wollte sich nicht darauf festlegen, ob die Saison für Hilde bereits beendet ist. „Ich bin mir nicht sicher, womit wir rechnen können. Wir müssen warten, bis die Untersuchungen beendet sind“, sagte der Funktionär. Das Nervensystem Hildes ist nicht beeinträchtigt, allerdings hat der 24-Jährige Prellungen am gesamten Körper und heftige Schnittwunden im Gesicht erlitten. Der viermalige Vizeweltmeister hatte die Nacht im Krankenhaus von Immenstadt bei Oberstdorf verbracht.
Den Fans zeigte Hilde seinen geschundenen Körper via Facebook-Foto. Ein Fan schreibt: „
„Ich kann mich an alles erinnern. Ich bin in der letzten Phase zu weit nach vorne geraten und kopfüber gestürzt“, sagte Hilde. Im zweiten Durchgang des von starkem Schneefall und drehenden Winden beeinträchtigten Springens war Hilde bei 131,5 Metern gelandet, konnte den Sprung in dem weichen Schnee allerdings nicht stehen.
Für Brathen war eine Verkettung von unglücklichen Umständen Schuld an dem Sturz. „Es waren herausfordernde Bedingungen, aber Tom ist auch ein Athlet, der oft alles riskiert“, sagte Brathen. Hilde habe sich bei dem Sturz perfekt verhalten und dadurch womöglich schlimmere Verletzungen vermieden.
Die norwegischen Springer um den Podest-Kandidaten Anders Bardal wollen die Tournee ihrem verletzten Teamkameraden widmen. „Wir kämpfen weiter. Die besten Genesung wird Tom haben, wenn wir ihm gute Fernsehbilder von norwegischen Siegen liefern“, sagte Brathen.
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