Empfehlen | Drucken | Kontakt16.12.2011 - 19:34 Uhr

Deutsche Alpin-Männer: Keppler & Co tauen endlich auf

Stephan Keppler ist nah dran an der Weltspitze. In Gröden erreichte er nun mit Platz sechs sein zweitbestes Weltcup-Ergebnis.
Stephan Keppler ist nah dran an der Weltspitze. In Gröden erreichte er nun mit Platz sechs sein zweitbestes Weltcup-Ergebnis.
Foto: dpa
Gröden –  

Der alpine Skizirkus fand gefühlte Jahrzehnte ohne Beteiligung der deutschen Männer statt. Nach den großartigen Erfolgen von Markus Wasmeier (2 x Olympiagold 1994) kam nicht mehr viel in den Speed-Disziplinen.

Nur die deutschen Frauen um Maria Riesch trumpften groß auf. Doch jetzt tauen die deutschen Männer auf. Nachdem Fritz Dopfer (24) mit den Plätzen drei und sieben im Riesenslalom-Weltcup überrascht hatte, setzte nun Stephan Keppler (28) den Höhenflug der deutschen Skifahrer mit Rang sechs beim Super-G in Gröden fort.

Sein Rückstand aufs Podium lag bei mickrigen vier Zehntelsekunden. Er ist ganz nah dran an der Weltspitze. „Wenn mir vor dem Rennen einer gesagt hätte, du wirst Fünfter oder Sechster, hätte ich das sofort unterschrieben. Ich bin super zufrieden.“

Kepplers Teamkollege Tobias Stechert schaffte als 14. die stärkste Platzierung seiner Laufbahn. „Wir merken schon, dass es vorwärtsgeht. Das sieht man auch im Training“, sagte Keppler im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Großen Anteil am Aufschwung der Männer hat Sportdirektor Wolfgang Maier. 2006 ist der ehemalige Frauen-Trainer Alpindirektor im Deutschen Ski Verband geworden. Er war sich sicher, dass er auch die Männer in die Erfolgsspur bringen konnte.“ Doch kurz nach seinem Amtsantritt war er zunächst schockiert: Da wurde völlig falsch trainiert, da war kein Leistungsgedanke vorhanden.

„Wir haben seit 2006 versucht, die Strukturen bereits bei den 12- bis 14-Jährigen nachhaltig zu verändern. In absehbarer Zeit werden nun aus dem System junge Leute kommen, die anders erzogen und ausgebildet sind. Die eine klare Ausrichtung auf den Leistungssport zeigen. Früher oder später sollten wir drei bis vier Männer haben, die in der Weltspitze mitfahren werden“, hofft Maier auf ganz große Erfolge.

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