Das deutsche Nachwuchstalent Richard Freitag ist bereit für Heldentaten und die Österreicher wollen unbedingt den nächsten Sieg: Die Spannung vor der 60. Vierschanzentournee ist so groß wie seit zehn Jahren nicht mehr.
„Wir wollen ein gewichtiges Wörtchen mitreden“, kündigt Bundestrainer Werner Schuster an.
Doch die Favoriten kommen aus Österreich. Mit Thomas Morgenstern und Andreas Kofler haben die Ösis die Tournee-Sieger der vergangenen beiden Jahre im Team, dazu kommt Weltmeister Gregor Schlierenzauer.
Ein weiterer Tournee-Triumph ist bei den Österreichern also fest eingeplant. Am Liebsten wäre ihnen, wenn einer gleich alle vier Springen gewinnt. Das hat bisher nur der deutsche Adler Sven Hannwald geschafft. Damit sich das ändert, greift die Tournee-Organisation tief in die Brieftasche. Eine Million Schweizer Franken (817.000 Euro) gibt es für den Grand Slam, für den Triumph ohne vier Siege immerhin noch 20.000 Franken (16.000).
„Es wäre schön, wenn ich das damals bekommen hätte. Die Million reizt schon sehr. Mit acht Sprüngen kann man in eine sorgenfreie Zukunft springen“, sagt Hannawald zu der neuen Prämie. Er kassierte damals 50.000 Euro für den Sieg, mit Prämien kam er auf geschätzte 300.000 Euro. Seinen Rekord will Hannawald aber ungern teilen: „Und falls es doch jemand schaffen sollte, dann am liebsten ein Deutscher - vielleicht ja der Richard Freitag.“
Der hochgelobte Freitag gibt sich gelassen, er will die einmalige Tournee-Atmosphäre genießen. „Um ganz nach vorne zu kommen, muss einfach alles zusammenpassen“, sagt der Sachse.
Tipps für Freitag gibt es von Martin Schmitt, der diesmal selbst eher zu den Nebendarstellern gehören wird. „Er darf halt nicht die große Erwartungshaltung haben und denken, er gewinnt die Tournee. Er soll sich über die tollen Fans freuen und alles auf sich zukommen lassen“, sagt der 33-Jährige
Immer weiter: Adler-Oldie Martin Schmitt (34) denkt nicht ans Aufhören
Der 34-Jährige, der seinen letzten Einzelsieg im Weltcup im März 2002 feierte und zuletzt nur Rang 65 im Gesamtweltcup belegte, hat weiter Spaß am Springen.
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