Empfehlen | Drucken | Kontakt 15.12.2012 - 16:52 Uhr

1. Weltcup-Triumph: Gössner tritt in die Fußstapfen von Neuner

An dieses Bild kann sie sich gewöhnen: Miriam Gössner ganz oben auf dem Treppchen.
An dieses Bild kann sie sich gewöhnen: Miriam Gössner ganz oben auf dem Treppchen.
Foto: dapd
Pokljuka –  

Als Miriam Gössner am letzten Anstieg förmlich angeflogen kam, ahnte ihre Kontrahentin Gabriela Soukalova nichts Gutes. Mit unbändigem Willen und einer läuferischen Energieleistung zog Gössner bei der Verfolgung von Pokljuka 600 Meter vor dem Ziel an der Führenden vorbei und ließ sich auf dem Weg zu ihrem ersten Weltcupsieg im Biathlon-Zirkus nicht mehr abfangen.

„Wahnsinn. Das ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl“, jubelte die 22-Jährige. Nach dem Schlussspurt schrie sie ihre Freude in den Regenhimmel von Pokljuka. Mit 0,7 Sekunden Vorsprung sicherte sich die Garmischerin am Samstag ihren Premierenerfolg.

Anschließend bekam sie ihr Lächeln gar nicht mehr aus dem Gesicht. Im Massenstart am Sonntag will Gössner wieder angreifen: „Ich mag diesen Kampf Frau gegen Frau. Das wird lustig.“

Gössner, die tags zuvor im Sprint Zweite hinter Soukalova geworden war, ließ wie schon so oft am Schießstand Federn. Gleich fünf Strafrunden, also 750 Extra-Meter, musste sie absolvieren.

Doch angesichts ihrer derzeit außergewöhnlichen Laufform konnte sie selbst dieses Handicap kompensieren. „Ich habe mich nur auf mich konzentriert. Es war zwar schon ein Katz- und Maus-Spiel. Aber es ist ja für mich gut ausgegangen“, sagte Gössner.

Die Tschechin Soukalova war ohne Fehlschuss geblieben, hatte der Power Gössners in der Loipe aber nichts entgegenzusetzen. „Ich habe nicht an meinen Sieg geglaubt. Ich wusste, dass Miriam stärker ist als ich“, resümierte Soukalova. Dritte wurde die Französin Marie Dorin-Habert.

Schempp wird Neunter

Die Herren hatten zuvor eine starke Aufholjagd hingelegt, Podiumsplätze waren allerdings nach den schwachen Leistungen im Sprint nicht drin. Simon Schempp blieb fehlerfrei und beendete das Rennen im strömenden Regen als Neunter.

„Mit dem Platz bin ich sehr zufrieden. Das Schießen war super, das Laufen noch nicht so ganz“, sagte der Uhinger. Den Sieg sicherte sich souverän Olympiasieger Emil Hegle Svendsen aus Norwegen.

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