Was wurde aus...?
Was aus den Stars der Kultserien der 80er und 90er Jahre wurde - von Alf bis "Melrose Place"

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Mr. „Mambo Nr. 5“ : Lou Bega: Mein Leben nach dem Sommer-Hit

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Der 38-jährige David Lubega will (so heißt er richtig) wieder richtig durchstarten.
Der 38-jährige David Lubega will (so heißt er richtig) wieder richtig durchstarten.
Foto: Borm

Was war das ein Sommer, der Sommer 1999! Die Sonne knallte, das neue Jahrtausend stand vor der Tür, wir diskutierten am Pool oder auf dem Balkon über Clinton und seine Monica, die Drinks waren eiskalt.

Und die Musik des Sommers stammte von einem schrägen Typen, der einen Klassiker bearbeitete und allen Angelas, Sandras und Jessicas dieser Welt ein musikalisches Denkmal gesetzt hatte.

Die Musik dazu war der heiße „Mambo No. 5“. Der schräge Typ, der ihn schmetterte, tanzte, ja lebte, war der Münchener Lou Bega (damals 24, heute 38). Sein Song wurde acht Millionen Mal verkauft, er war wochenlang die Nr. 1 in 20 Ländern (auch in den USA).

Es hagelte Gold- und Platin-Auszeichnungen und Musikpreise. Der Musiker mit Vorliebe für schrille Klamotten und schiefe Hüte wurde über Nacht zum Star, steinreich und Mitglied des Schicki-micki-Universums.

Und dann verschwand er in der Versenkung. Ein Song, ein Hitwunder, dann noch ein Nachglühen – und Feierabend. Punkt, aus! Ein Sommerhit wurde zum „One-Hit-Wonder“, zur „Hit-Eintagsfliege“.

„Ja, es war ein kaum noch vorstellbares Jahr“, sagt der Musiker, der eigentlich David Lubega heißt, beim Treffen mit uns. „Diese gelöste Stimmung, alles war so lässig.“

One-Hit-Wonder

Dass er und sein Superhit unter der Rubrik „One-Hit-Wonder“ eingeordnet werden, ärgert ihn. Er sieht das anders: „Natürlich ist jeder andere Song neben »Mambo No. 5« ein Misserfolg.“ Doch kaum einer wisse, dass er noch Hits in Frankreich hatte und jahrelang mit seiner Band um die Welt gereist sei.

Jetzt, 14 Jahre nach dem Superhit, im Sommer 2013, will er wieder Millionen glücklich machen, tanzen sehen, doch die Voraussetzungen haben sich geändert. Das Gefühl von 1999 ist längst verschwunden: „In Ägypten ist beinahe Bürgerkrieg, Syrien geht unter, es gibt Geheimdienstler, die sich gegenseitig verraten“, urteilt er.

Der Sänger, der inzwischen mit Lebenspartnerin und Tochter in Berlin lebt, hat ein neues Album: „A Little Bit of 80s“– mit Songs, die der Sommer braucht und die einen Sommer brauchen.

Schmusen zu „Smooth Operator“

Lieder, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben: „Vamos a la Playa“ war der erste Song, den ich im Kindergarten umgetextet hatte – bei mir wurde er zu „Ich tret dir in die Eier“ (er lacht).

„Club Tropicana“ hatte ich als ersten Sommerhit wahrgenommen, und „Smooth Operator“ war und blieb der Song meines Schlafzimmers.“

Die 80er empfindet er als besonderes Jahrzehnt. „Ich bin froh, dass ich in der Zeit groß geworden bin. Es war ein schöner Übergang von den 70ern, in denen noch alles erlaubt war, zum Trash der 90er Jahre.“

Allein die Musik! „Es gab Musiker wie Prince, Michael Jackson, Madonna, die so viel cooler als die meisten heute waren. Und vieles ist in den 80ern entstanden, das heute so selbstverständlich ist, dass es kaum noch auffällt.“

Dennoch: Es war der Song, den Mambokönig Perez Prado schrieb, der ihm ein Leben als Superstar ermöglichte. Eigentlich brauchte er nicht mehr zu singen, wenn er genug auf die hohe Kante gelegt hätte.

Hat er? Oder ist alles in den folgenden Sommern draufgegangen?

Mein arme Mutter hat mich durchgebracht

„Des Geldes wegen brauchte ich nicht mehr zu singen. Doch das Leben ist teuer, wer weiß, was morgen ist? Ich kenne es, wie es ist, ohne Geld zu leben, denn ich bin nicht mit einem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen. Meine arme Mutter musste mich durchbringen – und das hat sie super gemacht.“

Vielleicht tanzen wir bald alle wieder zu einem Sommerhit – wenn der Sommer uns das Herz und die Laune noch etwas mehr erhellt. Und vielleicht ist der Hit dann wieder von Lou Bega.

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