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Rente, Haftpflicht...: Wie sich Single-Eltern versichern müssen

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In den meisten Fällen sind Frauen alleinerziehend. Auch wenn es finanziell eng wird, kommt man um einige Versicherungen nicht herum. Dazu zählt die private Haftpflicht.
In den meisten Fällen sind Frauen alleinerziehend. Auch wenn es finanziell eng wird, kommt man um einige Versicherungen nicht herum. Dazu zählt die private Haftpflicht.
 Foto: dpa

In gut jeder fünften Familie mit minderjährigen Kindern muss ein Elternteil den Alltag alleine managen. Alleinerziehende sind nicht nur für die Erziehung des Nachwuchses zuständig, sondern müssen auch das Familienbudget selbst erwirtschaften. Für den Fall, dass ihnen etwas zustößt, haben aber nicht alle Vorkehrungen getroffen. Der Gedanke, plötzlich nicht mehr arbeiten zu können oder sogar frühzeitig zu sterben, ist im Alltag meist weit weg. Doch: „Gerade Alleinerziehende sollten für den Ernstfall vorsorgen“, rät Silke Barth, Vorsorgeexpertin bei der Versicherung CosmosDirekt.

Vater, Mutter, Kind? In jeder fünften Familie sorgt nur ein Elternteil für den Nachwuchs.
Vater, Mutter, Kind? In jeder fünften Familie sorgt nur ein Elternteil für den Nachwuchs.
 Foto: dpa

Statt die Verantwortung für eine ausreichende Vorsorge durch zwei zu teilen, sind Solo-Mütter und -Väter doppelt gefordert. Zum Glück können sie bei manchen der notwenigen Versicherungen sparen.

Berufsunfähigkeit: Jeder fünfte Arbeitnehmer ist aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zur Rente berufstätig. „Wenn man jung und gesund ist, ist einem dieses Risiko oft nicht bewusst“, sagt Silke Barth. Doch gerade wenn Alleinerziehende nicht mehr arbeiten können, drohen finanzielle Schwierigkeiten für die Familie. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor solchen Risiken - die Beiträge sind aber bei einigen Berufsgruppen oder Menschen mit Vorerkrankungen ziemlich happig.

Privat-Haftpflichtversicherung: Die Privathaftpflicht gehört zu den wichtigsten Versicherungen. Mit Angeboten für mehrere Personen lässt sich bei dieser Police Geld sparen. Günstige Familientarife gibt es auch für Alleinerziehende bei vielen Haftpflicht-Versicherern.

Krankenversicherung: Die Krankenversicherung des Kindes hängt vom eigenen Versicherungsschutz ab. Ist man gesetzlich krankenversichert, werden eigene Kinder grundsätzlich beitragsfrei über die Familienversicherung mitversichert. In der privaten KV ist dies nicht der Fall: „Kinder brauchen hier eigene, beitragspflichtige Verträge“, so die Verbraucherzentrale Bayern.

Ein weiteres Manko: Viele private Krankenversicherer gewähren keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld, wenn Eltern daheim bleiben müssen. Gerade für Alleinerziehende kann es einen hohen Verdienstausfall bedeuten, wenn ihr Kind krank wird und sie niemanden finden, der es während ihrer Arbeitszeiten betreuen kann.

Wie teuer ist private Vorsorge? Ermitteln Sie die Kosten:

Risiko-Lebensversicherung: Falls ein alleinerziehender Elternteil plötzlich verstirbt, bietet eine Risiko-Lebensversicherung zumindest finanzielle Absicherung. Die Versicherungssumme wird nur im Todesfall ausgezahlt. Rechnet man mit rund 1000 Euro, die ein Kind monatlich für einen Zeitraum von 20 Lebensjahren benötigt, ergibt dies - Zinsen nicht eingerechnet - eine Versicherungssumme von rund 240.000 Euro. „Die Laufzeit kann so vereinbart werden, dass die Versicherung endet, wenn andere Rentenansprüche greifen oder/und die Kinder finanziell auf eigenen Beinen stehen“, rät die Verbraucherzentrale Bayern.

Rente: Finanziell schwierig wird es oft, wenn Alleinerziehende nur in Teilzeit arbeiten. Diese Solo-Mütter und -Väter erhalten weniger Gehalt und somit später geringere gesetzliche Rentenleistungen. Eine private Vorsorge ist umso wichtiger. „Wie viel man zusätzlich fürs Alter vorsorgen kann, hängt natürlich von der persönlichen Situation ab“, sagt Silke Barth.

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Bei der Entscheidung für einen Sparbetrag kann es helfen, Einnahmen und Ausgaben genau im Blick zu haben, etwa mithilfe eines Haushaltsbuchs. Bleibt am Ende des Monats etwas übrig, sind zum Beispiel die staatlich geförderte Riester-Rente und die betriebliche Altersvorsorge sinnvoll.

Unfallversicherung: Gesundheitliche Schäden nach einem schweren Unfall bedeuten oft hohe Kosten - zum Beispiel für den behindertengerechten Umbau der Wohnung. Wenn Sie nicht fest angestellt sind, gibt es keinen Anspruch auf eine Invalidenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Eine private Vorsorge kann dann sinnvoll sein. Auch bei der Unfallversicherung bieten Versicherer günstigen Schutz für Familien - zum Beispiel mit Rabatten ab dem zweiten Kind.

Natürlich ist ein Rundumschutz nicht immer finanziell möglich. Wir erklären in der Bildergalerie, welche Versicherungen unentbehrlich sind:

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