Ermittler des Bundeskriminalamtes BKA haben am Donnerstag das Haus von Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein im brandenburgischen Diensdorf-Radlow (Landkreis Oder-Spree) durchsucht.
Wie die wegen auffälliger Blutwerte gesperrte Berlinerin auf ihrer Homepage www.claudia-pechstein.de berichtet, hätten gegen 08.00 Uhr circa zehn BKA-Angehörige mit einem Durchsuchungsbeschluss vor ihrem Haus gestanden, um nach Beweismitteln zu suchen. Pechstein begrüßte zwar die Ermittlungen, sprach aber auch von einem „krassen Eingriff in die Intimsphäre“.
Während der Aktion habe sie ein „unangenehmes Gefühl“ gehabt, auch deshalb, weil die etwa zehn Beamten „zum Teil mit schusssicheren Westen“ gekommen waren, sagte die 38-Jährige, die selbst Bundespolizistin ist. Das BKA bestätigte die Hausdurchsuchung, gab jedoch keine näheren Informationen zum Ablauf und zu den erzielten Ergebnissen.
Die Ermittlungen waren durch Anzeigen der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft und der Nationalen Anti-Doping- Agentur (NADA) zur der Suche nach Hintermännern ausgelöst worden.
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