Empfehlen | Drucken | Kontakt17.02.2010 - 12:34 Uhr

„Unsere Truppe ist stark“: Marcel Müller glaubt an die Eis-Sensation!

Von UWE BÖDEKER
Das deutsche Team beim Training vor dem Auftaktspiel gegen Schweden.
Das deutsche Team beim Training vor dem Auftaktspiel gegen Schweden.
Foto: dpa
Vancouver –  

In der Nacht zu Donnerstag startet die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft mit dem Spiel gegen Schweden ins olympische Turnier. Der Kölner Marcel Müller ist dabei, Haie-Stürmer Christoph Ullmann wurde kurz vor Turnierstart von Bundestrainer Uwe Krupp nach Hause geschickt.

Die Schweden treten mit 17 NHL-Stars um die Vancouver-Zwillinge Henrik und Daniel Sedin als klarer Favorit an. Doch Müller und Co. wollen sich nicht verstecken: „Wir haben mit Christian Ehrhoff auch einen Spieler in unserer Mannschaft, der bei den Vancouver Canucks spielt. Wir treten definitiv nicht an, um zu verlieren. Mal sehen, was geht.“ Vielleicht erwischt ja Ex-Hai Thomas Greiss im Tor einen Sahne-Tag?

„Stolz, dabei zu sein“ - Ein Kölner an der Bande. Bundestrainer Uwe Krupp im Interview.

Wie sind ihre Erwartungen?

Krupp: „Wir sind sehr stolz, dabei zu sein. Wir sind unter den Top zwölf der Welt - das sind wir nicht oft. Wir wollen uns gut verkaufen. Aber natürlich gehst du immer mit der Einstellung rein, gewinnen zu wollen.“

Sie haben sieben NHL-Profis im Kader, so viele wie nie zuvor.

„Sie machen uns nicht automatisch besser. Sie haben einen größeren Druck. Aber alle sieben sind charakterlich stark und haben eine hervorragende Einstellung.“

Was ist Ihr Ziel im Auftaktspiel gegen Olympiasieger Schweden?

„Wir sind Außenseiter. Wenn wir einen Vorteil haben, vielleicht den, dass der Kern des Teams seit Jahren zusammenspielt.“

Wie erleben Sie Olympia? Bleibt Zeit, um andere Wettkämpfe zu sehen?

„Ich denke, es kann sich niemand erlauben, das hier als Urlaub zu sehen.“

Für KEC-Stürmer Müller ist das Erlebnis Olympia bisher gigantisch. An die kleinere NHL-Eisfläche muss er sich schnell gewöhnen: „Wir haben zweimal trainiert, aber ich mag die kleine Fläche, das liegt mir, denn da geht noch mehr die Post ab.“

Das Zimmer im olympischen Dorf teilt er mit Ersatz-Torhüter Dennis Endras. „Das Zusammentreffen mit allen Sportlern aus der ganzen Welt ist einfach nur klasse“, sagt Müller. Am meisten schätzt er aber die Eishockey-Atmosphäre in Kanada: „Im TV läuft jedes Spiel, auf der Straße hat jedes Kind ein Trikot an. Wenn wir auf die Straße gehen, werden wir belagert und müssen Autogramme geben. Das ist der Wahnsinn.“

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Obwohl Deutschland in der Gruppe mit Schweden, Finnland und Weißrussland krasser Außenseiter ist, sagt Müller: „Unsere Truppe ist stark, wir können ins Viertelfinale einziehen.“

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