Empfehlen | Drucken | Kontakt01.03.2010 - 09:13 Uhr

Kanadas Eishockey-Sieg: Crosby schreibt Olympia-Geschichte

Von UWE BÖDEKER
Foto: AP
Vancouver –  

Mit 22 Jahren hat sich Sydney Crosby in Kanada schon unsterblich gemacht. Sein Siegtor in der Verlängerung gegen die USA beschert Kanada die 14. Goldmedaille bei den Spielen. Noch nie hat eine Nation mehr Gold gewonnen. Nach dem Spiel redet der Star der Pittsburgh Penguins über seine Gefühle.

Was ist nach ihrem Tor passiert?

Ich habe den Puck gar nicht im Tor gesehen, nur die Torsirene gehört, dann bin ich in die Ecke gerannt und plötzlich lagen alle auf mir drauf.

Können Sie Ihre Gefühle beschreiben?

Es ist unfassbar. Jedes Kind im Land träumt doch, so etwas zu erleben. Olympia im eigenen Land, Eishockey-Finale gegen die USA, Siegtor in der Verlängerung. Ganz ehrlich, das Gefühl, was mich durchflutet fühlt sich total unwirklich an.

Was bedeutet der Sieg für Kanada?

Alle wollten dieses Gold, jetzt sind alle so fürchterlich stolz. Es ist großartig für mein Land. Für unsere Mannschaft ist das der Sieg des Lebens.

Olympia vorbei, aber Kanada im Rausch

Von UWE BÖDEKER

Vancouver – Während sie das jetzt lesen, tobt in Vancouver die wildeste Party, die Kanada je erlebt hat. Was für ein Olympia-Finale! Mit 14 Goldmedaillen gewinnt Gastgeber Kanada den Medaillenspiegel vor Deutschland (10 x Gold). Und es ist vor allem die letzte Goldmedaille, die das ganze Land in einen Ausnahmezustand versetzt.

Im Eishockey-Finale wird die USA mit 3:2 besiegt. Ein Spiel welches in die Geschichte eingeht, denn zunächst führen die Kanadier mit 2:0, doch die USA kommen heran und gleichen 25 Sekunden vor der Schlusssirene zum 2:2 aus. Es geht in die Verlängerung. Dort trifft ausgerechnet Kanadas-Superstar Sydney Crosby zum Sieg.

Der Startschuss für die rot-weiße Mega-Party. Im Mutterland des Eishockeys erreichte das Spiel eine Einschaltquote von 96 Prozent. Die Fans tanzten in der Nacht nackt auf der Straße, schwenkten die Flagge mit dem roten Ahornblatt oder sangen die Nationalhymne.

Um 4 Uhr in der Nacht nach deutscher Zeit beendete IOC-Präsident Jaques Rogge dann die Spiele. Bei der Abschlussfeier trug Biathletin Magdalena Neuner die deutsche Flagge.

Der Druck muss riesig gewesen sein...

Es war hart, ganz klar. Aber wir haben alles gegeben und viel gearbeitet. Wir haben hier ein ganz großes Ding durchgezogen. Wir waren natürlich fokussiert auf den Turniersieg, aber auch cool dabei. Es hat einfach gepasst in der Mannschaft.

In der Vorrunde haben Sie gegen die USA noch verloren, noch nie hat Kanada zweimal hintereinander gegen die USA verloren. Wussten Sie das?

Ja, vielleicht war das der Schlüssel zum Erfolg. Nach der Vorrunden-Niederlage, wo wir auch nicht schlecht gespielt haben, wollten wir unbedingt Rache.

Wie war denn die Stimmung in der Kabine, nachdem die USA so knapp vor Schluss noch ausgeglichen hat?

Es war natürlich keine gute Stimmung, aber wir haben uns zusammengerauft, denn es war ja noch nichts verloren. Und dann sind wir mit Volldampf in die Verlängerung gegangen.

Ihr Fazit der Spiele?

Diese Leidenschaft eines ganzen Landes zu spüren, diese Atmosphäre mit den internationalen Sportlern – ich bin begeistert und fand es einfach nur toll.

 

 

 

 

Weitere Meldungen aus dem Bereich Wintersport
Martin Schmitt will auch im kommenden Winter im Weltcup springen.
Letzter Weltcup-Sieg 2002
Immer weiter: Adler-Oldie Martin Schmitt (34) denkt nicht ans Aufhören

Der 34-Jährige, der seinen letzten Einzelsieg im Weltcup im März 2002 feierte und zuletzt nur Rang 65 im Gesamtweltcup belegte, hat weiter Spaß am Springen.

Das Gewehr noch auf dem Rücken, die Scheiben schon im Visier – so kennen wir Magdalena Neuner.
Magdalena Neuner
„Gold-Lena“ erhielt Morddrohung vor WM-Start

Die 25-jährige Biathletin hatte vor ihrem WM-Start im März eine Morddrohung erhalten. Zivilpolizisten sorgten für ihre Sicherheit.

Nicht verhoben: Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy sind Weltmeister.
Eiskunstlauf-WM
Aljona und Robin zum 4. Gold gezittert

Unser Eis-Paar hat es wieder geschafft. Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy verteidigten bei der Eiskunstlauf-WM in Nizza ihren Weltmeistertitel.

DIE NEUE FACEBOOK-SEITE
EXPRESS.DE on Facebook
Aktuelle Sportvideos
Alle Videos
Toplinks
Medikamenten Preisvergleich
Immer die besten Preise
Suche nach Name, Hersteller oder PZN:
Suchen