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Karriereende verschoben: Voigt kriegt nicht genug! Mit 41 Jahren will er nochmal zur Tour

Jens Voigt wäre bei der Tour im nächsten Jahr 41 Jahre alt.
Jens Voigt wäre bei der Tour im nächsten Jahr 41 Jahre alt.
 Foto: dpa
Chartres –  

40 Jahre und kein bisschen müde: Radprofi Jens Voigt wird sein Karriereende aller Voraussicht nach um ein weiteres Jahr verschieben und auch in der kommenden Saison in die Pedale treten.

„Ja, ich denke schon, dass ich noch ein Jahr dranhänge. Ich habe schon das Okay von meiner Frau und meinem ältesten Sohn bekommen. Der wird bald 17 und merkt, dass so ein Playstation-Spiel doch schon etwas kostet. Er sagt, dass ich das ganz gut mache und ruhig noch ein wenig weiter fahren kann“, sagte Voigt am Samstag nach dem zweiten Zeitfahren der Tour de France in Chartres.

Der gebürtige Grevesmühlener vom Team RadioShack-Nissan ist bereits jetzt der älteste Fahrer im Profi-Zirkus. Derzeit bestreitet er seine 15. Frankreich-Rundfahrt und ist damit alleiniger deutscher Rekordhalter. Voigt hofft, seine Bestmarke im kommenden Jahr weiter auszubauen: „Ich muss sehen, ob ich es nochmal zur Tour schaffe. Ich werde es jedenfalls probieren.“

Der große Wermutstropfen der Tour 2012 sei der positive Dopingbefund seines luxemburgischen Teamkollegen Fränk Schleck gewesen. Voigt, mit dem 32-Jährigen eng befreundet, glaubt jedoch auch nach der positiven B-Probe an die Unschuld Schlecks. „Ich verstehe den Standpunkt der Leute, die ihm nicht glauben. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er so etwas Dummes macht“, sagte Voigt. Auf die Frage, ob er für Schleck die Hand ins Feuer legen würde, antwortete Voigt nach kurzem Zögern: „Scheiße, ja!“

Er selbst hat dagegen eine starke Bewerbung für eine erneute Einladung abgeliefert. Wie zu seinen besten Zeiten ackerte Voigt an der Spitze des Pelotons und schrammte auf der zehnten Etappe sogar knapp an seinem dritten Etappensieg der Karriere vorbei.

Mit einer Energieleistung hatte er sich an eine vierköpfige Ausreißergruppe herangekämpft, blieb entkräftet im Schlussspurt aber chancenlos und wurde Dritter. „Dass ich ein halbwegs vernünftiger Fahrer bin, war mir schon vorher klar. Ich freue mich natürlich, dass ich mich so präsentiert habe“, sagte Voigt, dem die Tour „trotz der Schmerzen wieder Spaß gemacht hat“.

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