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IOC-Wahl: Wird Thomas Bach „Herr der Ringe“?

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Dr. Thomas Bach will in Argentinien, dem Land von „Hand-Gottes-Legende“ Diego Maradona, zum Olympia-Boss werden. 1986 erzielte Diego ein irreguläres Tor gegen Englands Keeper Peter Shilton.
Dr. Thomas Bach will in Argentinien, dem Land von „Hand-Gottes-Legende“ Diego Maradona, zum Olympia-Boss werden. 1986 erzielte Diego ein irreguläres Tor gegen Englands Keeper Peter Shilton.
Foto: dpa
Köln/Buenos Aires –  

Seine aktive Karriere als Fechter (Olympiasieger 1976) ist lange vorbei, doch momentan fühlt sich Thomas Bach wieder wie ein Sportler vor seinem wichtigsten Wettkampf. Und das mit 59 Jahren.

Seit Montagabend ist Bach in Buenos Aires, Hauptstadt von Argentinien. Willkommen im Maradona-Land. Der Fußballer, der bei der WM 1986 im Viertelfinale gegen England „die Hand Gottes“ auspackte, um ein irreguläres Tor zu erzielen, ist DAS Idol der Gauchos.

Die neue Hand Gottes will Bach nicht werden. Er schielt auf den mächtigsten Posten im Weltsport: IOC-Präsident. Am kommenden Dienstag wählen die 100 IOC-Mitglieder den Nachfolger des Belgiers Jacques Rogge. Der 71-Jährige ist seit 2001 IOC-Präsident, er leitet ab Dienstag seine letzten Meetings, bevor am Freitag die Vollversammlung offiziell eröffnet wird.

Am Samstag fällt die Entscheidung über die Olympiastadt 2020 (Istanbul, Tokio oder Madrid). Am Dienstag (17.30 Uhr unserer Zeit) wird dann aus sechs Kandidaten der neue IOC-Boss gewählt. Wer zuerst 50 Prozent aller Stimmen hat, gewinnt, Nach jedem Wahlgang fällt der Stimmenschwächste raus. Bach wäre der erste Deutsche auf dem Olympia-Thron.

Bach setzt auf seine lange Karriere als Funktionär, seit 1991 ist er im IOC aktiv. „Bei mir weißt du, was du kriegst“, sagte er. Sein Wahlkampfmotto lautet: „Einheit in Vielfalt“, Sommerspiele in Afrika sind sein Ziel. Der promovierte Anwalt gilt als genialer Strippenzieher.

Rogge lobte ihn schon ins Amt: „Er hat alle Qualitäten für das Präsidenten-Amt.“ Ob das die IOC-Mitglieder auch so sehen?

...und das sind seine mächtigen Rivalen

Mit Dr. Thomas Bach kämpfen fünf mächtige Kandidaten um den Posten des IOC-Präsidenten – so viele wie noch nie.

Zwar geht Bach als Favorit ins Rennen, doch die Konkurrenz ist stark. Zumal Bach leichter Gegenwind ins Gesicht bläst. Die IOC-Ethikkommission prüft derzeit Aussagen von Kuwaits IOC-Mitglied Scheich Ahmad al Sabah, der Bach öffentlich seine Unterstützung zugesagt hatte. Das ist verboten.

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