Die Anfeindungen und Drohungen auf Facebook und Twitter wurden ihr zu viel: Die kanadische Tennisspielerin Rebecca Marino (22) hat ihre Karriere auch auf Grund von Terror in den sozialen Netzwerken beendet!
„Ich wünschte, ich hätte mich nie bei sozialen Netzwerken angemeldet“, sagte Marino, die Mitte 2011 bis auf Rang 38 der Weltrangliste geklettert war. Sie berichtete von Tweets, die Anfeindungen wie „Schmor in der Hölle“ oder „Stirb doch“ beinhalteten. Auch von Fans, die wegen ihr bei Sportwetten viel Geld verloren hatten, erhielt sie Drohungen.
Marino hatte zuvor bereits sechs Jahre unter Depressionen gelitten. Diese seien durch das „Cybermobbing“ zusätzlich verstärkt worden. All diese Sorgen fasste Marino in einem Kernsatz zusammen: „Ich trete zurück, weil ich meine Freude und andere Teile meines Lebens nicht für den Tennissport opfern will.“ Ihre Accounts bei Facebook und Twitter habe sie mittlerweile gelöscht.
Marino hatte im vergangenen Jahr eine siebenmonatige Pause eingelegt und war im Herbst auf die Tour zurückgekehrt. In diesem Jahr spielte sie unter anderem bei den Australian Open, scheiterte aber bereits in der ersten Runde.
„Ich erzähle das alles, weil ich den Schmerz, der durch die Depression und die mentale Schwäche in der Öffentlichkeit sowie im Profisport entstanden ist, loswerden will. Wenn ich mit meiner Geschichte die Aussichten oder das Leben einer Person ändern kann, habe ich mein Ziel erreicht. Für Depressionen muss man sich nicht schämen.“
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