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Verwirrung beim Siebenkampf: Silber für Schwarzkopf – Protest der Ukrainer abgewiesen

Sie darf doch noch jubeln: Schwarzkopfs Disqualifikation wurde zurückgezogen.

Sie darf doch noch jubeln: Schwarzkopfs Disqualifikation wurde zurückgezogen.

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dapd

London -

Jetzt ist es offiziell: Lilli Schwarzkopf gewinnt sensationell Silber! Die Siebenkämpferin hatte zuvor selbst berichtet, dass sie nur irrtümlich disqualifiziert worden sei. Nur welche Medaille sie am Ende bekommen sollte, das hatte sie bei der ganzen Aufregung noch nicht herausgefunden.

„Hauptsache es glänzt - egal, welche Farbe“, sagte die 28-Jährige aus Rhein/Wied. Nach einer mehr als halbstündigen Zitterpartie ging das offizielle Ergebnis ein: Platz zwei für Schwarzkopf mit 6649 Punkten – persönliche Bestleistung. Gold holte wie erwartet die Britin Jessica Ennis mit 6955 Punkten. Bronze ging an die Russin Tatjana Tschernowa mit 6628 Punkten.

Schwarzkopf war nach dem abschließenden 800-Meter-Lauf zunächst disqualifiziert worden. Doch Fernsehbilder belegten eindeutig, dass die Russin Kristina Sawizkaja auf die Bahnbegrenzung gelaufen war. Die Kampfrichter hatten jedoch Schwarzkopf aus der Wertung genommen. „Die Briten haben eine neue Art von Humor“, sagte Schwarzkopf und betonte: „Ich bin drin in der Wertung.“

Die Mehrkämpferin hatte vor der letzten Disziplin am Samstag auf dem fünften Rang gelegen und nach einem couragierten Rennen im Ziel bereits über eine mögliche Silbermedaille gejubelt. Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses konnte sie ihre nachträgliche Disqualifikation nicht fassen und diskutierte lange mit den Kampfrichtern. „Ich war total schockiert“, erklärte Schwarzkopf.

Die Ukraine hatte gegen das Ergebnis nochmals Protest eingelegt. Nach Meinung der ukrainischen Delegation hatte auch Lilli Schwarzkopf die Bahn verlassen. Der Protest wurde jedoch abgewiesen.