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Trotz Trainer-Einsatz: Schalke geht die Puste aus

Schalkes Trainer Huub Stevens zeigte an der Seitenlinie mehr Elan, als seine Spieler auf dem Feld.

Schalkes Trainer Huub Stevens zeigte an der Seitenlinie mehr Elan, als seine Spieler auf dem Feld.

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dpa

Hamburg -

Am Donnerstag feiert Huub Stevens seinen 59. Geburtstag. Viel zu jubeln hatte der Holländer vor seinem Ehrentag nicht, seine Mannschaft zeigte sich beim 1:3 in Hamburg in schwacher Verfassung . So kassierte der Trainer seine 100. Pleite als Bundesliga-Coach.

Und so konnte der knorrige Stevens über die Vorstellung am Ende eines schwarzen Novembers für Königsblau wie in besten Tagen granteln. Missmutig stapfte er durch die Katakomben der Hamburger Arena und vergrub seine geballte Faust in den Taschen seines blauen Trainingsanzugs. „Wir haben unsere Leistung nicht gebracht“, brummte Stevens.

Sein Team präsentierte sich harmlos, einfallslos, ein Stück weit auch kampflos – im Gegensatz zum Trainer, der sich schon vor dem Anpfiff an der Seitenlinie reckte und streckte. So können die Schalker die hochgesteckten Ziele Champions League nicht realisieren.

Trotz der dritten Auswärtspleite in Serie will man im Pott noch nichts von einer Krise wissen. „Vorne nutzen wir unsere Chancen nicht, hinten machen wir die entscheidenden Fehler“, sagte Kapitän Benedikt Höwedes enttäuscht. „Das ist völlig unnötig und darf uns nicht passieren. Aber von einer Krise würde ich nicht sprechen.“

Auswärts ohne Punkt, zu Hause nur vier Zähler - Schalke dürfte froh sein, dass der November fast vorbei ist. „Wir kriegen es einfach nicht gebacken“, sagte Jermaine Jones, der Schalkes Spiel als zu „durchsichtig“ und zu statisch einordnete und sich als einer der wenigen wirklich wehrte.

Die Dreifachbelastung aus Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal steckt den Schalkern offenbar in den Knochen. „Ich finde, dass ein Profi das hinkriegen muss“, sagte Stevens, fügte aber an: „Es soll keine Entschuldigung sein, aber wir hatten einen Tag weniger Pause. Vielleicht war das ein Grund.“